Ab 2026: Strengere Kontrollen bei Krankschreibungen durch den Rentenfonds.
Neue Vorgaben für die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem 1. April 2026 gelten in der Ukraine verschärfte Regeln für die Ausstellung von Krankschreibungen. Diese Änderungen am Gesetz Nr. 1105-XIV 'Über die obligatorische staatliche Sozialversicherung', die von der Werchowna Rada verabschiedet wurden, stärken die Kontrollbefugnisse des Ukrainischen Rentenfonds (PFU) und führen einen Mechanismus zur Rückforderung zu Unrecht gezahlter Leistungen ein. Dies markiert einen wichtigen Schritt in der Reform des Sozialversicherungssystems.
Das ukrainische Gesundheitsministerium wird den konkreten Ablauf für die Ausstellung der Bescheinigungen festlegen. Ziel ist es, den Prozess zu optimieren und die Einhaltung der neuen Anforderungen sicherzustellen. Parallel dazu werden die regionalen Stellen des Rentenfonds die Krankschreibungen überprüfen. Diese verschärfte Kontrolle soll missbräuchliche Zahlungen reduzieren und die Rechte ehrlicher Arbeitnehmer schützen.
Neue Berechnung der Krankengeldhöhe ab 2026
Ein zentraler Punkt der Neuerungen betrifft die Höhe des Krankengeldes. Künftig richtet sich der Anspruch stärker nach der Versicherungsdauer: Bei einer Beschäftigungsdauer von über acht Jahren werden 100 % des durchschnittlichen Gehalts gezahlt. Bei bis zu drei Jahren Versicherungszeit sind es 50 %, bei drei bis fünf Jahren 60 % und bei fünf bis acht Jahren 70 %. Der maximale tägliche Betrag für Leistungen bei temporärer Arbeitsunfähigkeit ist auf 284,07 UAH gedeckelt. Für Mutterschaftsgeld liegt die Obergrenze bei 568,13 UAH pro Tag.
Die ab dem 1. April 2026 geltenden Regeln zielen darauf ab, das Sozialversicherungssystem effizienter und transparenter zu machen und Missbrauchsfälle einzudämmen. Diese Reform ist Teil der staatlichen Bemühungen, Betrug im Sozialbereich zu bekämpfen und die Finanzierung des Systems langfristig zu stabilisieren. Die stärkere Staffelung nach Berufserfahrung soll zudem für mehr Gerechtigkeit bei den sozialen Leistungen sorgen. Die Umsetzung erfordert eine sorgfältige Anpassung aller Beteiligten im Versicherungswesen.
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