USA und EU haben Sicherheitsgarantien für die Ukraine vereinbart: Details zu den beiden Dokumenten.

USA und EU haben Sicherheitsgarantien für die Ukraine vereinbart: Details zu den beiden Dokumenten
USA und EU haben Sicherheitsgarantien für die Ukraine vereinbart: Details zu den beiden Dokumenten

Nach Angaben von ТСН: Diplomaten aus den USA und Europa, die zwei Tage lang Gespräche mit der ukrainischen Führung in Berlin geführt haben, haben einen Vertrag über zwei Dokumente erzielt, die die Grundlagen für zukünftige Sicherheitsgarantien für die Ukraine legen. Diese Dokumente sollen die Grundlage für eine breitere Friedensvereinbarung im Kontext des bereits seit fast vier Jahren andauernden Krieges bilden. Sie sollen auch die Ukraine überzeugen, territoriale Zugeständnisse zu machen und die Möglichkeit aufzugeben, ein volles NATO-Mitglied zu werden.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, stellte fest, dass die Parteien dank der abgestimmten Positionen von Ukraine, Europa und den USA „echte und konkrete Fortschritte“ erzielt haben. Sie äußerte jedoch Bedenken, dass eine umfassende Waffenruhe derzeit unwahrscheinlich erscheint, da Russland nicht an den Verhandlungen teilnimmt.

Positionen der Parteien

Diplomaten bemerken, dass jede Friedensvereinbarung ernsthafte Zugeständnisse entweder von Präsident Wolodymyr Selenskyj oder vom Kremlchef Wladimir Putin verlangen wird. Während Selenskyj Bedenken hinsichtlich territorialer Kompromisse äußert, bleibt Putin, nach Einschätzung westlicher Beamter, in seinen Forderungen unnachgiebig.

Der stellvertretende Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Rjabkow, betonte, dass Moskau darauf besteht, dass der Ukraine der noch nicht besetzte Teil des Donbass übertragen wird, und kategorisch gegen die Stationierung von NATO-Truppen auf ukrainischem Territorium ist.

Dokumente im Fokus

Das erste Dokument enthält allgemeine Sicherheitsprinzipien, die, so die Diplomaten, den Garantien ähnlich sind, die in Artikel 5 der NATO vorgesehen sind, der kollektive Verteidigung im Falle eines Angriffs vorsieht.

Das zweite Dokument - militärisch-operativ (mil-to-mil) - umfasst Mechanismen zur Interaktion zwischen den Streitkräften der Ukraine, den USA und den europäischen Partnern. Es beschreibt Maßnahmen im Falle neuer Versuche Russlands, ukrainische Gebiete anzugreifen.

Die Dokumente sind bisher nicht veröffentlicht worden, aber laut Quellen enthalten sie Anweisungen zur Eindämmung Russlands und zur Bestrafung neuer Aggressionen. Wolodymyr Selenskyj betonte, dass jedes Partnerland bereits sein Maß an Beteiligung kennt - von der Bereitstellung von Geheimdienstdaten bis zur Stationierung von Militärs auf ukrainischem Territorium.

Die Armee von 800.000 und europäische Truppen

Das Hauptziel der Dokumente ist die Formierung einer ukrainischen Armee mit einer Stärke von etwa 800.000 Soldaten in Friedenszeiten, mit modernen Waffen und Ausbildungsressourcen. Derzeit beträgt die Anzahl der ukrainischen Streitkräfte während des Krieges etwa 900.000 Personen. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es etwa 180.000 Soldaten.

Darüber hinaus sieht die Dokumentation die Stationierung europäischer Truppen im Westen der Ukraine vor, weit entfernt von der Waffenstillstandslinie. Ihre Aufgaben umfassen den Schutz des Luftraums und des maritimen Raums sowie zusätzliche Eindämmung Russlands. Die Koordination der Initiative erfolgt durch Frankreich und Großbritannien im Rahmen der „Koalition der Willigen“, der etwa 30 Länder angehören.

Die Rolle der USA

Der Präsident der USA, Donald Trump, hat wiederholt betont, dass er keine amerikanischen Soldaten in die Ukraine schicken wird. Stattdessen planen die USA, erheblichen militärischen Nachrichtendienst zu leisten, einschließlich der Überwachung des Waffenstillstands und der Aufdeckung neuer Angriffe.

In einer gemeinsamen Erklärung von europäischen Führern wird betont, dass die USA den Mechanismus für internationale Überwachung und Verifikation des Waffenstillstands zur frühzeitigen Warnung vor möglichen neuen Aggressionen anführen werden.

Wolodymyr Selenskyj hofft, dass die endgültigen Versionen der Dokumente in den nächsten Tagen fertiggestellt werden, wonach sie Russland zur weiteren Konsultation mit der Ukraine übergeben werden.

In Berlin endete kürzlich ein zweitägiger Gipfel zur Ukraine, an dem Präsident Wolodymyr Selenskyj, EU-Führer und Vertreter der USA teilnahmen. Derzeit scheint der Frieden in der Ukraine „näher als je zuvor“ zu sein, und im Westen sprechen sie vom „Ende des Krieges“.

Der Erfolg der Verhandlungen in Berlin zeugt von einem schrittweisen Fortschritt in der Lösung des Konflikts in der Ukraine. Dennoch sollte man die Dringlichkeit eines Kompromisses auf beiden Seiten nicht vergessen, da weitere Schritte die Wiederherstellung des Friedens in der Region erheblich beeinflussen können. Es ist wichtig, dass alle Parteien den Dialog fortsetzen und nach Wegen für eine nachhaltige Lösung suchen.

Lesen Sie auch

Werbung