Neue Antikorruptionschefin in Odessa: Ernennung ohne Ausschreibung wirft Fragen auf.

Neue Antikorruptionschefin in Odessa: Ernennung ohne Ausschreibung wirft Fragen auf
Neue Antikorruptionschefin in Odessa: Ernennung ohne Ausschreibung wirft Fragen auf

Wer ist die neue Antikorruptionschefin von Odessa?

Nach Angaben von Novyny.live: Die Stadt Odessa hat eine neue Leiterin für die Abteilung zur Korruptionsprävention ernannt – und zwar ohne ein öffentliches Auswahlverfahren. Der kommissarische Bürgermeister Igor Koval unterzeichnete die Ernennung von Olena Moskalenko zum 2. Februar. Sie war zuvor leitende Staatsinspektorin im Steuerdienst der Oblast Odessa. Solche Direktvergaben in sensiblen Schlüsselpositionen stehen oft in der Kritik.

Vermögenswerte der neuen Amtsinhaberin

Aus der veröffentlichten Vermögenserklärung von Olena Moskalenko geht Folgendes hervor:

  • Eine Wohnung mit 44,3 m², die sie 2014 für 400.000 Hrywnja erwarb.
  • Eine weitere Wohnung mit 71,1 m², gekauft im Jahr 2025 für über 1,9 Millionen Hrywnja.
  • Ein Grundstück mit einer Fläche von fast 3,5 Hektar.

Zudem deklarierte sie zwei Pkw:

  • Einen Toyota RAV4 aus dem Jahr 2006 für 77.500 Hrywnja.
  • Ein Elektroauto BYD YUAN UP aus dem Jahr 2025 für 795.000 Hrywnja.

Ihr Gehalt beim Steuerdienst betrug 2025 insgesamt 510.000 Hrywnja, ihre Rente 78.200 Hrywnja. Zu ihren weiteren deklarierten Vermögenswerten zählen ein nicht-monetäres Geschenk im Wert von über 1,29 Millionen Hrywnja sowie Mieteinnahmen von 20.800 Hrywnja. An liquiden Mitteln verfügt sie über 40.000 US-Dollar in bar, mehr als 19.000 Hrywnja auf Konten bei der Oschadbank und 1.560 Hrywnja Bargeld.

Die Abteilung, die sie nun leitet, ist für die Entwicklung und Kontrolle von Antikorruptionsmaßnahmen in den Exekutivorganen des Stadtrats zuständig. Gerade in diesem Bereich ist die Wahrnehmung von Integrität und Transparenz von entscheidender Bedeutung. Die Ernennung ohne Wettbewerb hat in der Öffentlichkeit daher Zweifel an der Offenheit des Auswahlprozesses geweckt und Diskussionen über die Notwendigkeit stringenter und nachvollziehbarer Personalverfahren in staatlichen Institutionen ausgelöst.


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