Smartphone-gesteuerte Prothesen: Wie ein Zentrum in Odessa Kriegsveteranen hilft.
Innovative Prothesenversorgung in Odessa
Nach Angaben von UATV: In Odessa erhalten Kriegsveteranen modernste Prothesen, die sich per Smartphone steuern lassen. Diese technologische Entwicklung ermöglicht es Soldaten, die im Kampf schwer verletzt wurden, ihre Mobilität wiederzuerlangen und Schritt für Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zurückzukehren. Die Versorgung ist für alle Betroffenen kostenlos – finanziert durch staatliche Programme, die den Zugang zu dieser spezialisierten Hilfe sicherstellen.
Einer der Empfänger ist der 30-jährige Oleksandr Scherschanskyj, der ursprünglich aus Lyssytschansk im Gebiet Luhansk stammt. Er unterzeichnete seinen Vertrag im Januar 2025 und wurde während eines Gefechts in der Region Charkiw verwundet. Oleksandr absolviert inzwischen sechs Trainingseinheiten pro Woche mit seinen Prothesen – ein Ausdruck seines starken Willens, sich an das neue Leben anzupassen.
„Wir überquerten offenes Gelände, als eine feindliche Drohne uns entdeckte. Es begann ein Mörserbeschuss. Die erste Granate verfehlte uns, die zweite schlug genau einen Meter neben mir ein. Die Folge war die Amputation beider Beine“, erinnert sich Oleksandr Scherschanskyj an die tragischen Ereignisse.
Ein weiterer Veteran, Wjatscheslaw Blaschtschuk, wurde 2023 verwundet. Auch er durchläuft seine Rehabilitation in dem Prothesenzentrum in Odessa.
„Wir waren in Stellung und schon auf dem Rückzug, als der Beschuss begann. Zuerst aus einem Panzer, dann mit Mörsern“, schildert Wjatscheslaw die Umstände seiner Verletzung.
Beide Veteranen erhalten hochentwickelte Prothesen, die ihnen helfen, wieder aktiv am Leben teilzunehmen.
Fortschritt in der Prothetik
Das Prothesenzentrum in Odessa ist zu einem zentralen Pfeiler der Rehabilitationskette für Veteranen geworden. Seit 2022, als die Zahl der Kampfverletzungen drastisch anstieg, hat sich die Prothesenversorgung rasant weiterentwickelt. Tetjana Rypka, eine Fachkraft des Zentrums, erklärt: „Die Prothesen werden kostenlos ausgegeben – finanziert durch staatliche Programme. Seit 2022 handelt es sich überwiegend um Kriegsverletzungen. Die Betroffenen sind junge, aktive Männer, die hochfunktionale Prothesen wollen. Früher basierte die Prothetik auf einfacheren, mechanischen Modellen. Nach 2022 begann der Bereich, sich explosionsartig zu entwickeln und zu skalieren.“
Diese Entwicklung stellt einen wichtigen Schritt dar, um verwundeten Soldaten die Rückkehr in ein normales Leben zu erleichtern. Das Odessaer Zentrum zeigt, wie der ukrainische Staat seine Kriegsopfer unterstützt – durch kostenlose, moderne Prothesen, die nicht nur die körperliche Rehabilitation fördern, sondern auch die psychische Gesundheit und die soziale Wiedereingliederung der Betroffenen stärken.
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