Odessas Zoo in der Krise: Notstand bei Gehältern und Bausubstanz.
Besorgniserregende Zustände im Odessaer Zoo
Nach Angaben von Novyny.live: Der Zoo in Odessa kämpft mit gravierenden Problemen. Neben einem einsturzgefährdeten Aquaterrarium und veralteten Gehegen stellt vor allem die finanzielle Situation ein großes Hindernis dar. Direktor Igor Bilyakov macht deutlich, dass die extrem niedrigen Löhne einen normalen Betrieb unmöglich machen. Er führt aus:
„Die meisten Mitarbeiter bekommen netto nur 6200 Hrywnja ausgezahlt.“Diese Summe entspricht einem Bruchteil eines existenzsichernden Einkommens.
Die anhaltend prekäre Lage gefährdet die Zukunft des gesamten Zoos, zumal behördliche Kontrollen den Druck weiter erhöhen.
Daten, Pläne und dringender Handlungsbedarf
Auf einer Fläche von 6,5 Hektar beherbergt der Odessaer Zoo etwa 1700 Tiere aus 233 verschiedenen Arten. Bereits 2013 wurde das Stadtentwicklungsprogramm 'Zoo 100' beschlossen, um die Bedingungen für Tiere und Personal zu verbessern. Bisher sind die Pläne jedoch kaum umgesetzt, sodass jetzt ein schnelles Eingreifen nötig ist.
Die Stadtverwaltung hat reagiert und eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um den Zustand des Zoos zu bewerten. Bis zum 6. März 2026 sollen alle notwendigen Unterlagen für eine Effizienzanalyse vorliegen, der abschließende Bericht mit Empfehlungen ist für den 10. März vorgesehen. Diese Schritte sind von großer Bedeutung, da ein Gericht bereits im Rahmen eines Strafverfahrens einen Arrest auf die Gebäude des Zoologischen Parks verhängt hat.
Der Odessaer Zoo steht damit an einem kritischen Punkt. Sein Fortbestand hängt von einer schnellen Lösung ab, die sowohl das Wohl der Tiere als auch die Arbeitsbedingungen der Angestellten sicherstellt. Die neu gebildete Arbeitsgruppe muss nicht nur den Ist-Zustand erfassen, sondern vor allem einen konkreten Aktionsplan für eine bessere Finanzausstattung und eine dringend nötige Modernisierung der Infrastruktur entwickeln.
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