Krim-Bewohner ab 1. April an die Front: Besatzer brechen Versprechen.

Krim-Bewohner ab 1. April an die Front: Besatzer brechen Versprechen
Krim-Bewohner ab 1. April an die Front: Besatzer brechen Versprechen

Krim-Bewohner sollen in den Kampf ziehen

Nach Angaben von TSN.ua: Die russische Besatzungsverwaltung auf der Krim bereitet die Einwohner der Halbinsel auf den Kriegseinsatz gegen die ukrainische Armee vor – entgegen früherer Zusicherungen, dass sie nicht am Krieg teilnehmen müssten. Ab dem 1. April 2023 werden alle aus der Krim eingezogenen Soldaten direkt an die Front verlegt. Diese Maßnahme sorgt unter der lokalen Bevölkerung für Unruhe, da zuvor versprochen worden war, dass die Krim-Bewohner nicht in militärische Konflikte verwickelt würden. Viele fühlen sich getäuscht und fürchten um ihr Leben.

Die Besatzer führen einen vollständigen Austausch des Personals der 810. eigenständigen Marineinfanterie-Brigade durch, die in Sewastopol stationiert ist. Ein Teil der Einheiten dieser Brigade kämpft bereits im Gebiet Kursk, was auf die aktive Beteiligung russischer Truppen an den Gefechten hinweist. Die Russen planen, aus der 810. Brigade eine Marineinfanterie-Division zu formen, was die Absicht unterstreicht, die militärische Präsenz an der Front weiter zu verstärken.

Militärische Aufrüstung schreitet voran

Parallel dazu verlegt die russische Armee Reserven, um ihre Verbände an anderen Frontabschnitten zu verstärken. Für April ist die Verlegung von zwei Marineinfanterie-Divisionen in das besetzte Gebiet der Donezk-Region geplant – ein deutliches Zeichen dafür, dass die aktiven Kampfhandlungen in dieser Region fortgesetzt werden sollen. Zudem sollen zwei motorisierte Schützendivisionen im Süden durch Reserve-Regimenter aus dem Militärbezirk Moskau aufgestockt werden.

Die Verlegung von Militärtechnik an die Front läuft ebenfalls auf Hochtouren: In die besetzte Donezk-Region werden 265 Kampffahrzeuge transportiert. Diese Maßnahmen bestätigen Russlands Absicht, seine Positionen an der ukrainischen Front zu stärken. Wladyslaw Woloschin erklärte dazu:

„Die Russen haben versprochen, dass die Krim-Bewohner nicht kämpfen müssten, doch jetzt werden sie gezwungen, an Kampfhandlungen teilzunehmen.“
Solche Aussagen verdeutlichen die Widersprüchlichkeit der Politik der Besatzungsverwaltung und schüren die Besorgnis unter der Bevölkerung der Krim.

Die Einbeziehung der Krim-Bewohner in die Kampfhandlungen markiert einen Politikwechsel der russischen Besatzungsmacht, die zuvor beteuert hatte, die lokale Bevölkerung nicht in militärische Konflikte zu verwickeln. Dies könnte zu wachsenden sozialen Spannungen in der Region und zu Protesten unter den Krim-Bewohnern führen, von denen viele nicht in den Krieg hineingezogen werden wollen. Gleichzeitig zeigt die Verstärkung der russischen Militärpräsenz an der Front, dass die aggressive Strategie in der Ukraine fortgesetzt wird und eine Verschärfung des Konflikts in den kommenden Monaten droht.


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