Leaked Calls Reveal Hungarian Minister Shared EU Sanctions Data with Russia’s Lavrov.
Ungarns Beziehungen zu Moskau unter Scrutiny
Nach Angaben von TSN.ua: Aufnahmen von Telefongesprächen zwischen den Außenministern Ungarns und Russlands wurden von Journalisten veröffentlicht und offenbaren die Zusammenarbeit Budapests mit dem Kreml. Die Gespräche drehen sich um die Aufhebung von Sanktionen, die gegen die Familie des russischen Oligarchen Alisher Usmanov verhängt wurden. Die Bänder zeigen, dass der ungarische Außenminister Péter Szijjártó die Entfernung von Usmanovs Schwester, Gulbakhor Ismailova, von der Sanktionsliste der Europäischen Union erkundet. Diese Entwicklung verstärkt die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Ausrichtung Ungarns auf Moskau inmitten anhaltender geopolitischer Spannungen.
Am 30. August 2024 erhielt Szijjártó einen Anruf von seinem russischen Amtskollegen Sergey Lavrov, der erklärte, er handle auf Usmanovs Bitte. Lavrov bat Szijjártó, in der Angelegenheit der Ausschlusses von Ismailova von der Sanktionsliste nachzufassen. Szijjártó bestätigte seine Bereitschaft zu helfen und sagte: 'Ja, absolut. Die Sache ist, zusammen mit den Slowaken legen wir einen Vorschlag an die Europäische Union vor, um sie von der Liste zu streichen.'
Budapests aktive Rolle bei der Aufhebung von Sanktionen
Die EU-Sanktionen gegen Gulbakhor Ismailova wurden schließlich im März 2025 aufgehoben, während ihre Schwester Saodat Narzieva bereits im September 2022 von der EU-Liste entfernt wurde. Diese Ereignisse unterstreichen Ungarns entschlossene Bemühungen, die Aufhebung von Sanktionen zu erleichtern, und spiegeln Szijjártós pragmatische Herangehensweise wider, um die Interessen seines Landes voranzubringen. Lavrov äußerte Dankbarkeit und sagte:
'Vielen Dank, er wird sehr erfreut sein!' — Sergey Lavrov.
Darüber hinaus soll Szijjártó angeblich Details über geheime EU-Verhandlungen an Lavrov weitergegeben haben, was auf eine tiefere Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Russland hindeutet. Die Gespräche betrafen das 18. EU-Sanktionspaket, das die Europäische Kommission am 10. Juni 2025 vorgeschlagen und am 18. Juli 2025 verabschiedet hat. In der Zwischenzeit verhängte das Vereinigte Königreich im Dezember 2024 Sanktionen gegen das Unternehmen 2Rivers, ein Schritt, der möglicherweise mit Ungarns Aktivitäten in Bezug auf Sanktionen in Verbindung steht.
Diese Informationen bestätigen, dass die ungarische Diplomatie aktiv in Russlands Interesse arbeitet, was Fragen zur Neutralität Budapests inmitten der aktuellen geopolitischen Landschaft aufwirft. Der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis hat bestätigt, dass die Austausche authentisch sind, und bemerkte, dass sie während einer Sitzung des Rates für Auswärtige Angelegenheiten stattfanden.
Die veröffentlichten Telefonaufnahmen zwischen den ungarischen und russischen Außenministern heben die tiefen Verbindungen zwischen Budapest und dem Kreml hervor, die ernste Auswirkungen auf die Beziehungen Ungarns zur Europäischen Union haben könnten. Die Zusammenarbeit bei der Aufhebung von Sanktionen, insbesondere während anhaltender geopolitischer Instabilität, unterstreicht Ungarns mehrdeutige Position auf der internationalen Bühne - eine Haltung, die seine EU-Partner besorgt stimmen könnte.
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