Gesperrte Konten im Ausland: So können Rentner den Zugang zu Oschadbank wiederherstellen.
Gesperrte Konten im Ausland: So können Rentner den Zugang zu Oschadbank wiederherstellen
Nach Angaben von Novyny.live: Für ukrainische Rentner, die als Binnenvertriebene (IDP) ins Ausland gezogen sind, wird der Zugang zu ihren Ersparnissen zunehmend zum Problem. Die Oschadbank verlangt für die Freischaltung ihrer Dienste oft die persönliche Anwesenheit in einer Filiale, was für viele im Ausland lebende Kunden unmöglich ist. Eine jährlich erforderliche Identifizierung kann zur Sperrung der Karten führen, wie der Fall einer betroffenen Kundin zeigt.
Eine 77-jährige Frau, die sich derzeit im Ausland aufhält, berichtet, den Zugang zur Oschadbank-App Oschad 24/7 verloren zu haben. Ihre physische Karte ist nicht verfügbar, und die Bank weigert sich, den Zugang aus der Ferne wiederherzustellen. Sie verlangt entweder die Vorlage der originalen Karte oder ein Erscheinen in der Filiale. Da die Rentnerin weder in die Ukraine reisen noch eine Vollmacht einrichten kann, ist ihr Geld faktisch gesperrt. Dies verdeutlicht die prekäre Lage vieler im Ausland lebender Senioren.
Gründe für die Karten-Sperrung
Im Jahr 2026 war der Hauptgrund für die Sperrung von Oschadbank-Karten das Versäumnis einer erforderlichen Identifizierung, die bis zum 31. Dezember hätte abgeschlossen sein müssen. Gemäß neuer Regelungen wurden ab Januar 2026 alte Karten ungültig, die während des Krieges verlängert worden waren. Kunden, die die Identifizierung nicht durchführen konnten, riskieren somit den Zugriff auf ihre Finanzen zu verlieren.
Für Kunden, die den Zugang zur Oschadbank verloren haben, gibt es mehrere Möglichkeiten zur Wiederherstellung:
- Kontaktaufnahme mit einem Servicezentrum des Rentenfonds;
- Nutzung des persönlichen Online-Kabinetts;
- Durchführung einer Videokonferenz;
- Kontaktaufnahme mit einer ukrainischen diplomatischen Vertretung im Ausland.
Zusätzlich ist zu beachten, dass der maximale Betrag für den Kauf von Fremdwährung bei der Oschadbank im Jahr 2026 monatlich 50.000 Hrywnja nicht übersteigen darf.
Das Problem des Zugangs zu Oschadbank-Diensten erfordert dringend eine Lösung, da es nicht nur Rentner, sondern alle im Ausland lebenden Kunden betrifft. Die Forderung nach persönlicher Anwesenheit stellt unter den gegebenen Umständen eine erhebliche Hürde dar und schafft finanzielle Not für viele. Die Situation zeigt, wie dringend Bankdienstleistungen an die veränderten Lebensrealitäten ihrer Kunden angepasst werden müssen.
Dieser Fall unterstreicht die Notwendigkeit, dass Banken ihre Dienstleistungen flexibel an die sich wandelnden Lebensumstände ihrer Kunden anpassen, insbesondere für diejenigen, die kriegsbedingt das Land verlassen mussten.
Angesichts globaler Mobilität und permanenter Veränderungen sind Banken gefordert, praktikable Lösungen für die Fernbetreuung zu schaffen, um Kontensperrungen und finanzielle Engpässe für ihre Kunden zu vermeiden.
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