40 Millionen Dollar und Gold: Oschadbank fordert Vermögensrückgabe von Ungarn.
Festnahme von Geldboten und eine massive Forderung
Nach Angaben von UATV: Die ukrainische Oschadbank hat die ungarische Regierung aufgefordert, beschlagnahmte Geldtransporter und deren wertvolle Ladung zurückzugeben. Nach Bankangaben werden diese Vermögenswerte in Budapest unrechtmäßig festgehalten. Konkret verlangt das Institut die Rückerstattung von 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro sowie 9 Kilogramm Bankgold. Parallel dazu legt die Oschadbank Rechtsmittel gegen EU-Beschränkungsmaßnahmen ein, die ihr auferlegt wurden.
Die Spannungen eskalierte am 7. März, als ukrainische Geldboten in Budapest widerrechtlich festgenommen wurden. Dies löste scharfe Proteste der ukrainischen Regierung aus. Der Chef der ukrainischen Nationalbank, Andrij Pyschnyj, verurteilte die Aktion als haltlos. Die Beziehung zwischen den beiden EU-Nachbarn ist seit langem angespannt, unter anderem aufgrund unterschiedlicher Positionen im Ukraine-Krieg.
'Dass Ungarn die Mitarbeiter der Oschadbank freigelassen hat, zeigt, dass es keine rechtliche Grundlage für die Festnahme gab.' Andrij Pyschnyj
Pyschnyj bewertete den Vorfall zudem als Provokation und betonte die Ernsthaftigkeit der Lage sowie die Unverhältnismäßigkeit des ungarischen Vorgehens.
Rechtliche und politische Konsequenzen drohen
Der Konflikt unterstreicht die angespannten Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn und könnte erhebliche rechtliche Folgen für beide Seiten nach sich ziehen. Die Festnahme der Geldboten und die milliardenschwere Rückforderung der Bank könnten Gegenstand internationaler Verhandlungen und Gerichtsverfahren werden. Dies würde die ohnehin schwierigen wirtschaftlichen und politischen Verbindungen zwischen den Staaten weiter belasten.
Die Entscheidung der Oschadbank, gegen die EU-Beschränkungen vorzugehen, deutet zudem auf den entschlossenen Willen der Ukraine hin, ihre finanziellen Interessen auch auf internationaler Ebene entschieden zu verteidigen.
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