Die kolumbianische Geschäftsfrau, die des Mordes an Kindern verdächtigt wird, wurde aus der Themse in London geborgen.

Die kolumbianische Geschäftsfrau, die des Mordes an Kindern verdächtigt wird, wurde aus der Themse in London geborgen
Die kolumbianische Geschäftsfrau, die des Mordes an Kindern verdächtigt wird, wurde aus der Themse in London geborgen

Nach Angaben von ТСН: In London, in der Nähe der Battersea-Brücke, wurde eine Frau in kritischem Zustand aus der Themse geborgen. Dabei handelte es sich um die 50-jährige kolumbianische Geschäftsfrau Zulma Guzmán Castro, die international gesucht wird, weil sie des Mordes an zwei Kindern verdächtigt wird.

Motiv der Rache und 'süßes' Dessert

Ermittlungen haben ergeben, dass Castro sich an ihrem ehemaligen Liebhaber, dem Vater eines der Opfer, rächen wollte. Sie schickte über einen Kurier ein vergiftetes Dessert - Himbeeren in Schokolade, gefüllt mit Thallium, einem geschmacklosen und geruchlosen gefährlichen Metall. Thallium ist extrem giftig und kann schwer im Körper nachgewiesen werden.

Die Vergiftung ereignete sich bei der 14-jährigen Inés de Bedu - der Tochter ihres ehemaligen Liebhabers, und der 13-jährigen Emilia Forero - einer Freundin von Inés. Beide Mädchen aßen diese Leckereien am 3. April in Bogotá und starben vier Tage später im Krankenhaus. Zwei weitere Kinder, der ältere Bruder eines der Mädchen und ihr Freund, wurden ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert, überlebten jedoch, obwohl das Mädchen an chronischen Gesundheitsproblemen leidet.

Festnahme und Auslieferung

Castro, die ein Unternehmen für die Vermietung von Elektroautos besaß, floh nach dem Mord aus Kolumbien. Sie hielt sich in Brasilien und Spanien versteckt und kam am 11. November nach Großbritannien.

„Die Polizei wurde am Dienstag, den 16. Dezember, um 06:45 Uhr bezüglich einer Frau, die Hilfe benötigt, zur Battersea-Brücke gerufen. Ein Marineeinheit der Londoner Polizei zog die etwa 50-jährige Frau um 07:14 Uhr aus dem Wasser und brachte sie ins Krankenhaus, wo ihre Verletzungen nicht mehr als lebensbedrohlich eingestuft werden“, berichtete ein Polizeisprecher.

Außerdem haben kolumbianische Behörden die britische Polizei um Hilfe bei der Festnahme von Castro gebeten. Der Westminster Magistrates' Court hat bereits einen Haftbefehl ausgestellt. Sobald ihr Gesundheitszustand es zulässt, wird Castro in Gewahrsam genommen. Sie bestreitet ihre Schuld.

Der Vater von Emilia, Pedro Forero, veröffentlichte einen berührenden Beitrag in sozialen Netzwerken und nannte seine Tochter die größte Liebe seines Lebens.

„Sie hat nicht nur meine Träume und Lebensperspektiven genommen, sie hat meiner Tochter die Möglichkeit genommen, Profi, Ehefrau und Mutter zu werden“, schrieb der Mann.

In seinem Beitrag entschuldigte er sich auch bei seiner Tochter, dass er sie nicht vor 'dieser zerstörten Welt' beschützen konnte.

Diese tragische Geschichte zieht die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich und weist auf die schwerwiegenden Folgen von Grausamkeit und Gewalt hin. Während der Fall anhängig ist, richten sich alle Blicke auf die Gerichtsverfahren, die über das weitere Schicksal von Zulma Guzmán Castro entscheiden und den Familien der Opfer Gerechtigkeit verschaffen sollen.


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