Die Pariser Erklärung über Frieden für die Ukraine: Warum die USA das Dokument nicht unterzeichnet haben.
Nach Angaben von ТСН: Offiziell wurde die "Koalition der Willigen" im März 2025 gegründet, als die Trump-Administration erklärte, dass die Unterstützung der Ukraine und die Fragen der postkonfliktlichen Regelung in die Verantwortung Europas fallen. Die USA hingegen führten Verhandlungen mit Russland über die Bedingungen für den Kriegsende. Seit November 2025 förderte Trump aktiv einen "Friedensplan", der zunächst eher russischen Forderungen an die Ukraine ähnelte.
In dieser Zeit verbesserte die ukrainische Seite zusammen mit europäischen Partnern den Text des Dokuments erheblich, indem sie die Anzahl der Punkte von 28 auf 20 reduzierte. Wladimir Selenskyj erklärte, dass der Plan zu 90 % fertig sei, während die Sicherheitsgarantien der USA, die vom Kongress ratifiziert werden müssen, zu 100 % sichergestellt seien. Europäische Länder seien ebenfalls bereit, ihre Sicherheitsgarantien in Form militärischer Unterstützung zu geben. Allerdings war das Treffen der "Koalition der Willigen" in Paris am 6. Januar von mehr Fragen als Antworten geprägt und schuf eine Atmosphäre der Enttäuschung.
Im Ergebnis des Treffens unterzeichneten die Länder der "Koalition der Willigen" sowie die Ukraine eine gemeinsame Pariser Erklärung über "verlässliche Sicherheitsgarantien für einen stabilen und dauerhaften Frieden in der Ukraine". Die Gespräche der ukrainischen und amerikanischen Delegationen über Gebiete und die Zaporiser Kernkraftwerke dauerten auch am 7. Januar an. Die Hauptfrage bleibt jedoch unbeantwortet: Wird Russland den erzielten Vereinbarungen zustimmen?
Garantien (keine) Sicherheit: Die USA haben die Erklärung nicht unterzeichnet
Das Treffen der "Koalition der Willigen" am 6. Januar in Paris versammelte 27 der 35 teilnehmenden Länder und sollte eine Fortsetzung der vorherigen Vereinbarungen sein, die während des Besuchs der ukrainischen Delegation bei Trump erzielt wurden. Aber selbst die Aktivität der USA bei militärischen Operationen in Venezuela konnte dieses Treffen nicht überschattet werden, bei dem erstmals amerikanische Vertreter teilnahmen.
Bei einer Pressekonferenz stellte der britische Premierminister Keir Starmer fest, dass wir dem Frieden näher gekommen sind, aber das Schwierigste noch bevorsteht. Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, betonte den erzielten Fortschritt, aber das bedeutet nicht das automatische Ende des Krieges. Er versicherte auch, dass die Fragen zu Sicherheitsgarantien zwischen der Ukraine und den USA geklärt seien.
Wie von Reuters berichtet, äußerten die USA während des Treffens in Paris erstmals ihre Unterstützung für die "Koalition der Willigen" und versprachen, Sicherheitsgarantien im Falle eines weiteren Angriffs Russlands zu gewähren. Laut Politico lehnten es die USA jedoch ab, die Pariser Erklärung zu unterzeichnen, in der, entsprechend den Informationen des Büros des Präsidenten der Ukraine, keine Verpflichtungen der USA erwähnt werden, da diese mit dem Artikel 5 der NATO zur kollektiven Verteidigung vergleichbar sind.
In der Pariser Erklärung wird besonders die Beteiligung am Überwachungs- und Verifikationsmechanismus für den Waffenstillstand hervorgehoben, der von einer speziellen Kommission mit Teilnahme der Länder der "Koalition der Willigen" eingerichtet wurde und mögliche Verstöße prüfen wird. Doch im Dokument und in den Erklärungen der Führer bleibt die Hauptfrage ungelöst: Wie kann man Russland dazu bringen, dem Waffenstillstand zuzustimmen? Judging by Putin's statements, Moscow has no intention of doing so.
Koalition der (Un)Willing: Russland hat immer noch das Vetorecht
In Punkt 3 der Pariser Erklärung geht es um den „Beitrag“ der USA zur Bildung multinationaler Streitkräfte für die Ukraine, die die Wiederherstellung der ukrainischen Streitkräfte unterstützen und Russland zurückhalten sollen. Emmanuel Macron hatte zuvor erklärt, dass 26 Länder bereit seien, Truppen zur Gewährleistung der Sicherheit zu entsenden. Konkrete Details zur amerikanischen Unterstützung wurden jedoch nicht in der Erklärung genannt.
Stattdessen unterzeichneten in Paris Selenskyj, Starmer und Macron eine separate Erklärung zur Absicht, britische und französische Truppen in der Ukraine zu stationieren. Das Dokument sieht die Schaffung militärischer Hubs für die Lagerung von Waffen und militärischer Ausrüstung vor. Macron erklärte, dass mehrere tausend französische Soldaten in der Ukraine nach dem Waffenstillstand stationiert werden. Starmer betonte auch, dass die Frage der Teilnahme britischer Streitkräfte noch vom Parlament genehmigt werden muss.
Frankreich und Großbritannien sind die einzigen Länder, die öffentlich die Bereitschaft bestätigt haben, ihre Truppen in die Ukraine zu schicken, nachdem Frieden erreicht wurde. Der deutsche Kanzler Friedrich Merz erklärte hingegen, dass das Land bereit sei, die Teilnahme an der Überwachung des Waffenstillstands zu prüfen.
Gleichzeitig betonte Wladimir Selenskyj bei der Diskussion über Sicherheitsgarantien für die Ukraine, dass er bisher keine klare Antwort von den Partnern zu dieser Frage erhalten habe und bemerkte, dass Trump derzeit eine Pause bei der Bereitstellung von Sicherheitsgarantien für die Ukraine auf unbestimmte Zeit eingelegt habe.
Die ukrainischen und amerikanischen Delegationen setzen ihre Konsultationen fort und besprechen Fragen zu Gebieten und der Zaporizhzhia-Kernkraftwerk, aber die Einzelheiten bleiben unbekannt. In der Zwischenzeit diskutieren die europäischen Länder im Rahmen der "Koalition der Willigen" darüber, was nach dem Waffenstillstand geschehen wird, aber eine klare Strategie zur Erreichung dieses Ziels liegt derzeit nicht vor.
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