Ein neuer Krieg in Europa ist unvermeidlich: Warum die NATO sich auf eine Konfrontation mit der RF vorbereitet.
Nach Angaben von ТСН: Im Hinblick auf die Vorbereitung möglicher Friedensverhandlungen zwischen Kiew und Moskau spürt die westliche Welt die Bedrohung eines neuen großen Krieges. Zweifel an den weiteren Absichten des Kremls gegenüber den NATO-Ländern verwandeln sich in die Überzeugung, dass ein umfangreicher Konflikt mit Russland nahezu unvermeidlich wird.
Die Direktorin des Eurasischen Programms zur Nichtverbreitung im James Martin Center for Nonproliferation Studies, Hanna Notte, weist in ihrem Artikel darauf hin, dass Europa in den nächsten Jahren unabhängig davon, wie sich der Krieg in der Ukraine entwickelt, mit einem revanchistischen und militarisierten Russland konfrontiert werden könnte.
Warum lautstarke Prognosen über einen Krieg mit der RF gefährlich sein können
Notte betont, dass der Kreml nicht zögert, seine Absicht zu offenbaren, die NATO-Grenzen zu überprüfen und die Sicherheitsarchitektur in Europa zu ändern. Sie erwähnt auch, dass Wladimir Putin zunehmend erklärt, dass Russland bereit ist zu kämpfen, falls Europa einen Konflikt beginnt.
Darüber hinaus unterstreicht die neue US-Nationalen Sicherheitsstrategie, die sich auf "patriotische europäische Parteien" mit sympathien für Moskau konzentriert, das Risiko der strategischen Isolation Europas im Angesicht einer aggressiven RF. Gleichzeitig bleibt die Bevölkerung Europas apathisch angesichts der hybriden Kampagne der RF, was zusätzliche Probleme mit sich bringt.
Die Autorin erwähnt auch die langen Debatten und Verzögerungen bei der Erhöhung der Verteidigungsausgaben unter den europäischen Ländern in den letzten dreieinhalb Jahren. Sie ist der Ansicht, dass Europa handeln muss, andernfalls nicht auf die Bedrohung durch Russland vorbereitet sein wird.
Notte weist darauf hin, dass übermäßige Sorge über einen möglichen Angriff der RF auf NATO-Länder ihre eigenen "Unterwasserströme" haben kann. Nach Fehleinschätzungen bezüglich der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 könnten einige Europäer die Bedrohungen übertreiben, überzeugt von der Unvermeidlichkeit eines Angriffs auf Europa.
Wird der Kreml einen direkten Angriff wagen?
Notte ist der Meinung, dass es wichtig ist, eine objektive Analyse zu bewahren und sich daran zu erinnern, dass selbst ein feindlich eingestelltes Russland keinen groß angelegten Angriff auf NATO-Länder verüben könnte. Sie glaubt, dass der Kreml annehmen könnte, dass die hybride Kampagne seine Ziele vollständig erfüllt.
Sie weist auch darauf hin, dass lautstarke Äußerungen über die Unvermeidlichkeit eines Krieges zur Eskalation des Konflikts führen können, da russische Eliten bereits spiegelbildliche Rhetorik verwenden, die behauptet, dass gerade Europa sich auf einen Krieg gegen die RF vorbereitet.
Notte schließt mit der Feststellung, dass die Konfrontation mit Russland ein wichtiger Aspekt der europäischen Sicherheit bleiben wird, was die Notwendigkeit unterstreicht, dass Europäer Wege zur Verringerung militärischer Risiken mit Russland suchen und über ihre Worte und Taten nachdenken.
Wir erinnern daran, dass am 11. Dezember in Berlin der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die europäischen Länder aufgefordert hat, sich auf einen Krieg vorzubereiten. Er betonte, dass Russland den Krieg in die EU zurückgebracht hat, dessen Ausmaß sich zu einem weltweiten Konflikt entwickeln könnte.
Das Thema des Krieges in der Ukraine und die Bedrohung durch Aggression seitens Russlands bleibt für Europa aktuell. Daher ist es wichtig, nicht nur die militärischen Risiken zu verstehen, sondern auch zu wissen, wie man eine Eskalation vermeidet und diplomatische Lösungen sucht. Die Realitäten der Gegenwart erfordern von den EU-Ländern Wachsamkeit und entschlossenes Handeln im Bereich der Sicherheit.
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