Pelewina über Russlands Krise: Eliten in Angst, Putin in der Sackgasse und die Gefahr einer neuen Mobilmachung.
Russland im Krieg: Innere Spannungen und politische Blockaden
Nach Angaben von UATV: Die Oppositionspolitikerin Natalja Pelewina hat sich zur aktuellen Lage in Russland geäußert. Im Mittelpunkt ihrer Analyse stehen die inneren Schwierigkeiten von Präsident Wladimir Putin, die Frage einer möglichen Mobilmachung und der zunehmende Druck auf Unternehmer. Pelewina wies darauf hin, dass Putin bereits seit 26 Jahren an der Macht ist – ein Umstand, der ihrer Ansicht nach die politische Stabilität des Landes nachhaltig prägt. Sie betonte, dass eine erneute Mobilmachung in Russland vermutlich ausbleiben werde, da das Regime die damit verbundenen politischen Risiken scheut.
Verschärfte Lage nach Prigoschins Tod
Besonders nach der Tötung des Wagner-Chefs Jewgeni Prigoschin hat sich die Anspannung im Land noch erhöht. Pelewina beschreibt die gegenwärtige Situation in Russland als „absolut ausweglos“. Zudem seien die russischen Geschäftsleute „höchstwahrscheinlich ebenfalls sehr verängstigt – in erster Linie um sich selbst“. Die Furcht vor den eigenen Machthabern sei trotz aller Verschärfungen nicht gewichen.
„Die Schrauben wurden zwar angezogen, aber die Angst ist geblieben.“ – Natalja Pelewina
Darüber hinaus äußerte die Politikerin die Einschätzung, dass die Führung in Russland „einfach aus absoluten Feiglingen“ bestehe. Sie hob hervor, dass der Ukraine-Krieg in den USA unpopulär sei, was wiederum Auswirkungen auf die russische Außenpolitik haben könnte. Pelewina ist überzeugt, dass „eine Mobilmachung in Russland höchstwahrscheinlich nicht verkündet wird“ – ein deutliches Zeichen für die schwerwiegenden internen Probleme des Landes.
Die Lage in Russland bleibt weiterhin angespannt, insbesondere nach den Ereignissen rund um die Söldnergruppe Wagner. Die inneren Herausforderungen, mit denen Putins Regime konfrontiert ist, könnten seine Fähigkeit beeinträchtigen, die Stabilität im Land zu wahren. Die wachsende Angst in der Geschäftswelt und die allgemeine Unsicherheit über das weitere Vorgehen der Behörden deuten auf mögliche Verschiebungen in der russischen Politlandschaft in naher Zukunft hin.
Lesen Sie auch
- Russland stellt sich auf jahrzehntelangen Krieg ein – kann die Wirtschaft das durchhalten?
- Putins Gebietseroberungen: Russlands Verlustzahlen erzählen eine andere Geschichte
- Putins fragwürdige Gebietsbilanz: Warum die Zahl von 2.440.000 Quadratkilometern nicht stimmen kann
- Ex-CIA-Chef warnt: Alle Seiten müssen mit russischen Überraschungen rechnen
- Trotz Putins Stabilitätsbeteuerungen: Investitionen in Russland brechen um 15 Prozent ein
- Kreml lehnt Gipfeltreffen ab: Putin weist Selenskyjs Friedensappell zurück

