Schweizer Friedensgespräche ergebnislos: Keine Einigung auf besetzte Gebiete und Atomkraftwerk.

Schweizer Friedensgespräche ergebnislos: Keine Einigung auf besetzte Gebiete und Atomkraftwerk
Schweizer Friedensgespräche ergebnislos: Keine Einigung auf besetzte Gebiete und Atomkraftwerk

Gespräche in der Schweiz ohne Durchbruch

Nach Angaben von TSN.ua: Bei den Friedensverhandlungen in der Schweiz am 17. Februar 2026 konnte in den zentralen Streitpunkten keine Übereinkunft erzielt werden. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte, blieben die Positionen insbesondere zum Status der besetzten Gebiete und zur Zukunft des Kernkraftwerks Saporischschja unvereinbar. Der zweite Verhandlungstag endete bereits nach zwei Stunden, da die Standpunkte zu weit auseinanderlagen.

Selenskyj räumte zwar vorbereitende Arbeiten ein, bezeichnete die Gespräche jedoch als äußerst schwierig.

„Wir sehen, dass bestimmte Vorarbeiten geleistet wurden, aber die Positionen sind nach wie vor unterschiedlich“
, so der Präsident. Er äußerte zudem die Überzeugung, dass das Militär sehr wohl wisse, wie eine Waffenruhe und ein Kriegsende umzusetzen wären,
„sofern der politische Wille vorhanden ist“
.

Verhärtete Fronten und internationale Forderungen

Die Verhandlungen werden zusätzlich dadurch erschwert, dass das Atomkraftwerk Saporischschja weiterhin unter der Kontrolle Moskaus steht. Die US-Administration unter Präsident Donald Trump drängt zudem öffentlich auf territoriale Zugeständnisse der Ukraine, was in Kiew auf scharfe Kritik stößt. Die Situation zeigt, wie stark internationale Akteure den Friedensprozess beeinflussen.

„Ich halte es für unfair, dass US-Präsident Donald Trump weiterhin öffentlich die Ukraine und nicht Russland zu Zugeständnissen für den Frieden auffordert“
, kritisierte Selenskyj.

Der ukrainische Staatschef verwies außerdem auf Bedingungen aus Washington:

„Unsere amerikanischen Freunde bereiten Sicherheitsgarantien vor. Aber sie sagten: Zuerst dieser Gebietsaustausch oder so etwas, dann die Sicherheitsgarantien.“
Diese Aussagen unterstreichen das Dilemma Kiews, das zwischen notwendigen Sicherheitszusagen und geforderten territorialen Opfern abwägen muss. Die Gespräche in der Schweiz offenbarten somit die tiefen Gräben zwischen den Konfliktparteien und die komplexe Gemenglage aus militärischer Realität, territorialer Souveränität und internationaler Diplomatie.


Lesen Sie auch

Werbung