Fitness-Höhepunkt mit Mitte 30: Neue Studie datiert den Beginn des körperlichen Abbaus.

Fitness-Höhepunkt mit Mitte 30: Neue Studie datiert den Beginn des körperlichen Abbaus
Fitness-Höhepunkt mit Mitte 30: Neue Studie datiert den Beginn des körperlichen Abbaus

Der Zenit der körperlichen Leistungsfähigkeit liegt früher als gedacht

Nach Angaben von TSN.ua: Eine Langzeitstudie des schwedischen Karolinska-Instituts, die sich über 47 Jahre erstreckte und mehr als 400 Teilnehmer umfasste, liefert neue Erkenntnisse zum Altern. Die zentrale Botschaft: Der körperliche Abbau beginnt früher, als vielfach angenommen. Der Höhepunkt unserer Fitness wird demnach bereits im Alter von 35 bis 36 Jahren erreicht.

Die präzisen Messwerte des langen Forschungszeitraums

Die Auswertung der umfangreichen Daten zeigt ein differenziertes Bild: Die maximale aerobe Ausdauer erreichen sowohl Männer als auch Frauen mit 35-36 Jahren. Die muskuläre Ausdauer kulminiert etwa mit 36 Jahren. Bei der explosiven Kraft zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede: Männer erreichen ihren Höhepunkt hier bereits mit 27 Jahren, Frauen sogar mit 19 Jahren. Besonders markant ist der Abbau ab dem 45. Lebensjahr, wo die Leistungsfähigkeit doppelt so schnell schwindet. Bis zum 63. Lebensjahr:

  • verlieren Männer etwa 33% ihrer Ausdauer,
  • Frauen etwa 30%.

Bei Frauen reduziert sich zudem die explosive Kraft bis zum Rentenalter um 48%.

Diese Ergebnisse stellen gängige Vorstellungen vom Altern infrage und unterstreichen die immense Bedeutung von Bewegung. Regelmäßiges Training kann die körperliche Leistung noch um 6-11% steigern. Auch Vitamin D3 scheint den biologischen Alterungsprozess zu verlangsamen. Wie die Forscherin Maria Westerståhl betont:

„Körperliche Aktivität kann den Leistungsabfall verlangsamen, auch wenn sie ihn nicht vollständig aufhalten kann.“

Die Studie liefert somit eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung von Bewegungsprogrammen, die darauf abzielen, Gesundheit und Aktivität im mittleren und höheren Alter zu erhalten. Sie macht deutlich, dass die Weichen für ein fittes Alter früh gestellt werden müssen und unterstreicht die Rolle von Lebensstilfaktoren. Diese Erkenntnisse sind besonders relevant in einer alternden Gesellschaft.


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