Plenković in Davos: EU-Beitritt der Ukraine erst nach Kriegsende möglich.
Kroatischer Regierungschef äußert sich zu Kriegsende und EU-Perspektive der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Der kroatische Premierminister Andrej Plenković hat beim 'Ukraine-Frühstück' in Davos klargestellt, dass der Krieg in der Ukraine beendet sein muss, bevor über einen Beitritt des Landes zur Europäischen Union entschieden werden kann. Plenković betonte die entscheidende Bedeutung von Friedensvereinbarungen und verwies dabei auf zwei Dimensionen: den Zeitpunkt ihrer Unterzeichnung und ihre historischen Auswirkungen in 5, 10 oder 20 Jahren.
'Bevor die Frage des EU-Beitritts der Ukraine entschieden wird, muss der Krieg beendet sein.' Andrej Plenković
Diese Aussage unterstreicht zwar die prinzipielle Unterstützung Kroatiens für die europäischen Integrationsbestrebungen der Ukraine, macht jedoch deutlich, dass der Friedensprozess Vorrang hat und abgeschlossen sein muss. Die Position aus Zagreb bringt damit eine realistische, wenn auch für Kiew herausfordernde Sichtweise auf den Tisch.
Zudem warnte Plenković eindringlich davor, auch nur den geringsten Anschein von territorialen Zugeständnissen aufkommen zu lassen. Er fügte hinzu: 'Mein Rat ist, nicht einmal einen Tintenfleck des Hinweises zuzulassen, dass die Ukraine auch nur einen Teil ihres Territoriums aufgeben könnte.' Dies bekräftigt seine entschlossene Haltung zur Wahrung der territorialen Integrität der Ukraine.
Blockierte Verhandlungen als Haupthindernis
Gleichzeitig weisen Analysten des Institute for the Study of War (ISW) darauf hin, dass die Weigerung des Kremls, ernsthafte Friedensgespräche zu führen, die Lage für die Ukraine und ihre europäischen Ambitionen erheblich erschwert.
Plenkovićs Forderung unterstreicht, dass Stabilität und Frieden Grundvoraussetzungen für eine EU-Integration sind. Die kompromisslose Haltung Moskaus bei den Verhandlungen stellt jedoch ein massives praktisches Hindernis dar und lässt ein baldiges Ende der Kampfhandlungen derzeit unrealistisch erscheinen. Die Situation bleibt äußerst komplex, und die anhaltende internationale Unterstützung ist für die weitere Entwicklung der Ukraine von zentraler Bedeutung.
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