Freiberufler in der Ukraine zahlen bald nur noch 10 Prozent Steuern – bisher waren es 23.
Ukraine vereinfacht Steuerregeln für digitale Arbeitnehmer
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine sollen die steuerlichen Vorschriften für Personen, die über Online-Plattformen arbeiten – etwa in der Lieferbranche, bei der Wohnungsvermietung oder als Freiberufler – deutlich entschlackt werden. Der Gesetzesentwurf Nr. 15111-д sieht vor, den derzeitigen Steuersatz von 23 Prozent durch einen einheitlichen Satz von 10 Prozent zu ersetzen. Ziel dieser Neuerung ist es, die Geschäftstätigkeit für Menschen zu erleichtern, die ihr Einkommen über das Internet erzielen.
Die Plattformen sollen die 10-prozentige Steuer automatisch vom Einkommen der Nutzer einbehalten. Allerdings gibt es Ausnahmen: Die Abgabe wird nicht fällig, wenn das Jahreseinkommen einer Person unter 2.000 Euro liegt oder die Anzahl der Verkäufe weniger als 30 pro Jahr beträgt.
Sobald das Kriegsrecht in der Ukraine endet, soll der Satz auf 6,5 Prozent sinken. Fällt zusätzlich die Militärsteuer weg, sind sogar nur noch 5 Prozent geplant.
Start der neuen Regelung
Die neuen Bestimmungen sollen am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Damit bekommen die Bürger ausreichend Zeit, sich auf die veränderten Rahmenbedingungen für ihre wirtschaftliche Tätigkeit einzustellen. Wer die neuen Steuermechanismen nutzen möchte, muss seine Identität künftig mit Personalausweis und Steuernummer nachweisen.
Diese Reform könnte die Steuerpolitik für Freiberufler und Beschäftigte im Online-Sektor grundlegend verändern. Die Senkung der Abgaben und die vereinfachte Handhabung versprechen spürbare Entlastung für Selbstständige und Kleinunternehmer. Zudem könnte die Neuregelung den digitalen Wirtschaftszweig in der Ukraine ankurbeln – ein wichtiger Impuls in Zeiten großer wirtschaftlicher Herausforderungen. Langfristig ist zu erwarten, dass die Zahl der Selbstständigen steigt, was sich positiv auf den Arbeitsmarkt und die gesamte Volkswirtschaft auswirken dürfte.
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