Kinder im Kriegsgebiet: Der Khersoner Perinatalzentrum trotzt den Bomben.

Kinder im Kriegsgebiet: Der Khersoner Perinatalzentrum trotzt den Bomben
Kinder im Kriegsgebiet: Der Khersoner Perinatalzentrum trotzt den Bomben

Die Lage im Perinatalzentrum von Cherson

Nach Angaben von UATV: In Cherson arbeitet das Perinatalzentrum trotz regelmäßiger Beschießung durch russische Truppen weiter. Frauen können dort in Schutzräumen entbinden. Experten zufolge ist die Zahl der Geburten in der Region jedoch drastisch gesunken: Vor dem groß angelegten Krieg wurden jährlich 1500 bis 1600 Geburten registriert, heute sind es nicht mehr als 150 pro Jahr. Diese Entwicklung zeigt, wie stark der Konflikt das Leben der Menschen beeinträchtigt.

Das Perinatalzentrum in Cherson nahm seinen Betrieb am 1. Januar 2025 auf. Nach der Besetzung der Stadt durch russische Truppen am 1. März 2022 waren Frauen gezwungen, zu Hause oder in Kellern zu gebären, da medizinische Einrichtungen bedroht waren. Seit der Eröffnung des Zentrums wurden dort fünf oder sechs Einschläge von Geschossen verzeichnet, was die gefährlichen Arbeitsbedingungen verdeutlicht.

Der Einsatz des medizinischen Personals

„Wir haben unsere Entbindungsklinik verteidigt, weil wir Personal hatten, einen Arbeitsplatz und nicht auseinandergefallen sind“ – Petro Marenkowskyj

Dies zeigt, dass das Team des Zentrums trotz widriger Umstände weiterhin seinen Aufgaben nachkommt. Er fügte hinzu: „Die Russen sind am ersten März einmarschiert. In der Stadt gab es überhaupt kein Leben, für einige Tage stand es einfach still.“ Wolodymyr Horbatschewskyj, ein weiterer Spezialist der Einrichtung, betonte: „Hier finden unkomplizierte Geburten statt.“

Die Situation in Cherson bleibt angespannt, doch das Perinatalzentrum arbeitet weiter, um Frauen in dieser schweren Kriegszeit die notwendige Unterstützung zu bieten. Der Rückgang der Geburtenzahlen spiegelt den allgemeinen Gesundheitszustand und das psychische Wohlbefinden der Frauen in der Region wider, was langfristige Folgen für die demografische Lage haben könnte. Dass die Mitarbeiter trotz der Gefahren ihren Dienst verrichten, unterstreicht ihre Hingabe und Professionalität.


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