Polen streicht Kindergeld für Ukrainer: Ab 2026 gelten strenge Einkommensregeln.

Polen streicht Kindergeld für Ukrainer: Ab 2026 gelten strenge Einkommensregeln
Polen streicht Kindergeld für Ukrainer: Ab 2026 gelten strenge Einkommensregeln

Einschneidende Reform für ukrainische Familien

Nach Angaben von Novyny.live: Für ukrainische Staatsbürger in Polen wird die als "800 Plus" bekannte Kindergeldzahlung grundlegend reformiert. Ab dem 31. Januar 2026 entfällt der Anspruch für Personen mit dem Schutzstatus UKR, von dem rund 150.000 Menschen betroffen sind. Die Neuregelung gilt ausschließlich für Personen, die nach dem 24. Februar 2022 nach Polen eingereist sind.

Neue Voraussetzungen ab Februar 2026

Ab dem 1. Februar 2026 wird der Bezug der Leistung an berufliche Aktivität geknüpft. Antragsteller müssen ein monatliches Mindesteinkommen von mindestens 50 Prozent des polnischen Mindestlohns nachweisen. Ukrainer, die dieses Einkommen oder ihre Erwerbstätigkeit nicht belegen können, verlieren ihren Anspruch auf die Unterstützung.

Als berufliche Aktivität werden folgende Tätigkeiten anerkannt:

  • Beschäftigung auf Grundlage eines Arbeitsvertrags;
  • Selbstständige Tätigkeit;
  • Bezug von Sport- oder Doktorandenstipendien;
  • Bezug von Arbeitslosenunterstützung;
  • Ein Studium mit Stipendienbezug.

Eine wichtige Ausnahme gilt für Eltern von Kindern mit Behinderung: Sie sind von der Erwerbstätigkeitspflicht befreit, was ihnen den Zugang zur Leistung erleichtert.

In den neuen Anträgen müssen ukrainische Antragsteller künftig folgende Angaben machen und Nachweise erbringen:

  • Ihre PESEL-Identifikationsnummer;
  • Den Nachweis der Grenzübertritt;
  • Die Legalität ihres Aufenthalts in Polen;
  • Eine Bescheinigung über den Schulbesuch des Kindes.

Diese Änderungen werden die finanzielle Situation vieler ukrainischer Familien in Polen erheblich verändern. Die Reform ist Teil einer breiteren politischen Neuausrichtung Polens bei Sozialleistungen für Ausländer. Sie spiegelt den Willen der Regierung wider, Unterstützung vor allem jenen zu gewähren, die aktiv am Arbeitsmarkt teilnehmen und sich in die Wirtschaft integrieren. Dies könnte die soziale Verantwortung unter in Polen lebenden Ukrainern stärken und Anreize für Jobsuche oder Qualifizierung setzen. Die Anpassung folgt einem europäischen Trend, Sozialleistungen stärker an Integration und wirtschaftliche Teilhabe zu binden.


Lesen Sie auch

Werbung