Neue polnische Pässe ab 2026: Blutgruppe wird eingetragen, Gebühren steigen.
Reisepässe in Polen erhalten ein neues Design
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem Jahr 2026 werden in Polen neu ausgestellte Reisepässe erweiterte Informationen enthalten. Aufgrund einer Petition an den Sejm sollen künftig auch medizinische Daten wie die Blutgruppe im Dokument vermerkt werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, im Notfall lebenswichtige Informationen schneller verfügbar zu machen und die medizinische Versorgung zu verbessern.
Angepasste Gebührenordnung für Antragsteller
Mit der Reform ändern sich auch die Gebühren für die Beantragung. Die neuen Sätze, die 2026 in Kraft treten, staffeln sich wie folgt:
- Erwachsene müssen 140 Złoty bezahlen.
- Ein ermäßigter Preis von 70 Złoty gilt für Studierende, Rentner sowie Personen mit einer mittleren Behinderung.
- Kinder unter 12 Jahren und Menschen mit einer schweren Behinderung zahlen nur 30 Złoty.
- Kostenfrei erhalten den Pass Bürger ab 70 Jahren, Bewohner von Seniorenheimen und Empfänger von Sozialhilfe.
Die Gebührenanpassung erfolgt vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung. Zum Vergleich: Ab Februar 2026 liegt der monatliche Brutto-Mindestlohn in Polen bei 4.806 Złoty. Diese Relation macht die soziale Staffelung der Passgebühren nachvollziehbar.
Die geplanten Neuerungen sind Teil einer umfassenderen Initiative der polnischen Regierung. Durch die Aufnahme der Blutgruppe soll die Sicherheit der Bürger erhöht und die Effizienz in medizinischen Notfällen gesteigert werden. Gleichzeitig soll die gestaffelte Gebührenstruktur sicherstellen, dass der Reisepass für alle Bevölkerungsgruppen erschwinglich bleibt. Die Änderungen markieren einen Schritt hin zu einem moderneren und sichereren Personalausweisdokument.
Lesen Sie auch
- Drei Ukrainer ohne Papiere aus Besatzung gerettet – Bring Kids Back UA erfolgreich
- Erster unterirdischer Kindergarten der Ukraine öffnet in Charkiw – Platz für 260 Kinder
- Ukrainische Häfen lahmgelegt: 28 Schiffe getroffen, 21 Tote nach russischen Angriffen
- 24 Kinder aus besetzten Gebieten befreit: Schwer verletzte 13-Jährige unter den Geretteten
- Bis zu 7,5 Jahre Haft drohen: Frau in Polen greift Kinder an, weil sie Ukrainisch sprechen
- Eine der bekanntesten Stimmen des Ukrainischen Radios ist verstummt: Journalist Olexandr gestorben

