Kältealarm in Kiew: Über 100 Wohnblocks ohne Heizung – Menschen sind auf warme Mahlzeiten angewiesen.
Folgen eines russischen Angriffs für die Hauptstadt
Nach Angaben von TSN.ua: In Kiew herrschen eisige Temperaturen von über minus 10 Grad, doch mehr als 100 Hochhäuser sind ohne Heizung. Grund sind die Folgen eines russischen Angriffs. Weil viele Bewohner in ihren kalten Wohnungen nicht kochen können, stehen sie nun Schlange, um eine warme Mahlzeit zu erhalten. Der nächtliche Beschuss am 20. Januar hatte zur Folge, dass zeitweise die Hälfte der Stadtbevölkerung ohne Wärme auskommen musste. Aktuell sind noch 5635 Mehrfamilienhäuser vom Heizungsnetz abgeschnitten.
„Wir wohnen in einem Hochhaus, es gibt keinen Strom. Wenn kein Strom da ist, funktionieren die Herde nicht und es gibt auch keine Heizung.“
Valentyna Kyryakova
Die anhaltende Kälte verschärft die Notlage und zwingt die Menschen, nach Alternativen für eine warme Verpflegung zu suchen. Kateryna Prokopenko, eine Mutter, berichtet: „Die Kinder gehen in den Kindergarten – dort werden sie zum Glück versorgt. Aber an den Wochenenden sind wir hier angewiesen.“ Die Infrastruktur in der Metropole ist durch die wiederholten Angriffe stark geschwächt.
Yuliia Vysytska, eine Vertreterin einer Hilfsorganisation, erklärt: „Wir verteilen tausende Mahlzeiten in ganz Kiew. Jeden Tag versuchen wir, noch mehr zu leisten.“ Zwar konnten nach den Angriffen vom 9. Januar bereits 80 Prozent der betroffenen Häuser wieder an das Wärmenetz angeschlossen werden. Dennoch harren weiterhin viele Bewohner in kalten Wohnungen aus, was in der Bevölkerung große Besorgnis auslöst.
Eine humanitäre Krise im Winter
Die Lage verdeutlicht die anhaltende humanitäre Krise in der Ukraine, die durch die Kriegshandlungen und den Winter weiter verschärft wird. Der Ausfall von Heizung und Strom in zahlreichen Wohnblocks stellt die Bewohner, insbesondere Kinder und ältere Menschen, vor immense Herausforderungen. Staatliche Stellen und Wohltätigkeitsorganisationen bemühen sich zwar um Hilfe, doch der Bedarf bleibt enorm.
Angesichts der frostigen Temperaturen sind die Unterstützung und die Versorgung der vom Konflikt betroffenen Zivilbevölkerung von entscheidender Bedeutung.
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