Gewinneinbruch bei Rosneft: Warum der Ölkonzern 73 Prozent weniger verdiente.

Gewinneinbruch bei Rosneft: Warum der Ölkonzern 73 Prozent weniger verdiente
Gewinneinbruch bei Rosneft: Warum der Ölkonzern 73 Prozent weniger verdiente

Rosnefts Bilanz für 2025: Ein herber Rückschlag

Nach Angaben von UATV: Der russische Ölriese Rosneft musste im Jahr 2025 einen massiven Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn stürzte um 73 Prozent auf 293 Milliarden Rubel ab, was umgerechnet rund 3,6 Milliarden US-Dollar entspricht. Hauptgründe für dieses Minus sind gestiegene Kosten sowie die anhaltenden Sanktionen gegen das Unternehmen.

Bereits im Oktober 2022 hatten die USA Sanktionen verhängt, die sowohl Rosneft als auch den Konkurrenten Lukoil treffen. Hinzu kamen hohe Zinssätze und eine erhöhte Steuerlast, die die finanzielle Schieflage zusätzlich verschärften.

Die Ergebnisse wurden durch hohe Zinssätze, eine erhöhte Steuerlast sowie einmalige Effekte belastet.

Igor Setschin

Äußere Umstände setzen dem Konzern zu

Ein weiterer Schlag folgte im März 2023: Die Frachtraten für russisches Öl auf dem Weg von baltischen Häfen nach Indien stiegen auf über 20 Dollar pro Barrel. Zudem verlor Russland allein in der letzten Märzwoche 2023 mehr als eine Milliarde Dollar an Einnahmen – verursacht durch Drohnenangriffe auf Häfen in der Ostsee. All diese Faktoren belasteten die Geschäftszahlen von Rosneft erheblich.

Die Entwicklung bei Rosneft spiegelt einen generellen Trend in der russischen Wirtschaft wider, die unter internationalen Sanktionen und steigenden Betriebskosten leidet. Der Gewinneinbruch könnte langfristige Folgen für Russlands Energiesektor haben, da sinkende Erlöse Investitionen und neue Projekte gefährden. Entscheidende Faktoren wie Frachtkosten und Steuerdruck werden wohl auch in naher Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit russischen Öls auf dem Weltmarkt bestimmen.


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