Ukrainisches Wohnungsprogramm gescheitert: Nur 1.500 von 4,5 Millionen Vertriebenen erhielten eine Unterkunft.
Schwere Kritik am Programm 'eOselya'
Nach Angaben von Novyny.live: Das ukrainische Wohnungsprogramm 'eOselya' für Binnenvertriebene ist nach Ansicht von Danilo Hetmanzew, dem Vorsitzenden des Finanzausschusses der Werchowna Rada, gescheitert. Es löse die Wohnungsfrage nicht, so der Abgeordnete. Die Zahlen belegen dies deutlich: Nur 1.500 Vertriebene konnten das Programm nutzen, obwohl in der Ukraine 4,5 Millionen Binnenflüchtlinge registriert sind. Angesichts dieser Diskrepanz sind deutlich umfangreichere Initiativen zum Wohnungsbau nötig.
Vorschlag für eine neue, große Lösung
Hetmanzew schlägt daher eine neue Initiative vor, die den Bau von mindestens einer Million Wohnungen vorsieht. Ein zentraler Bestandteil soll eine Hypothek mit einem Zinssatz von 3% und einer Laufzeit von bis zu 25 Jahren sein. Damit die Raten tragbar sind, dürfe die monatliche Belastung 25% des Familieneinkommens nicht überschreiten. „Wir müssen ein umfangreiches, großes Wohnungsbauprogramm starten“, forderte Danilo Hetmanzew.
„Wir müssen ein umfangreiches, großes Wohnungsbauprogramm starten“, – forderte Danilo Hetmanzew.
Für die Finanzierung dieses ambitionierten Plans sind laut Hetmanzew Mittel internationaler Partner erforderlich. Zudem müssten der Kapitalmarkt neu belebt, Bankkredite mobilisiert und Anleihen des Staates (OVDP) eingesetzt werden. Diese Maßnahmen könnten die Grundlage schaffen, um Binnenvertriebene unterzubringen und die Wohnsituation in der Ukraine insgesamt zu verbessern. Die Realisierung eines solchen Programms wäre eine gewaltige Aufgabe für Finanzinstitute und staatliche Stellen, um Wohnraum für die besonders Schutzbedürftigen zu schaffen.
Die massive Kritik am 'eOselya'-Programm unterstreicht die anhaltende Wohnungskrise der Vertriebenen in der Ukraine. Hetmanzews Vorschlag für einen massiven Wohnungsbau könnte ein entscheidender Schritt zur Lösung sein – vorausgesetzt, er erhält die notwendige Unterstützung von der ukrainischen Regierung und internationalen Geldgebern.
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