EU-Kredit über 90 Milliarden Euro für Ukraine durch moskautreue Staaten blockiert.
Aktuelle Entwicklung: Darlehen der Europäischen Union an die Ukraine gestoppt
Nach Angaben von TSN.ua: Ein Zusammenschluss Russland-freundlicher Regierungen innerhalb der Europäischen Union, angeführt von Ungarn und der Slowakei, verhindert die Freigabe eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fizo stellte sich offen hinter seinen ungarischen Amtskollegen Viktor Orbán und deutete an, dass auch sein Land die Auszahlung blockieren könnte. Diese Blockade sorgt in Brüssel für Unruhe, da das Darlehen als zentrales Instrument der finanziellen Unterstützung Kiews gilt.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, die EU werde rechtliche Wege finden, um das für den Zeitraum 2026 bis 2028 geplante Darlehen dennoch zu gewähren. Sie verwies auf die im Dezember 2025 festgelegten Bedingungen, die nach ihrer Einschätzung allesamt erfüllt seien. Gleichzeitig machte sie deutlich:
„Das Darlehen bleibt blockiert, weil ein einzelner Staats- und Regierungschef sein Wort nicht hält. Wir werden dies auf die eine oder andere Weise durchsetzen, denn es stehen unser Ruf und unsere Sicherheit auf dem Spiel.“ Ursula von der Leyen
Der Vorfall offenbart tiefe Risse in der EU: Während die meisten Mitgliedstaaten die Ukraine unterstützen, verfolgen einige Länder weiterhin eine moskautreue Linie. Orbán, der sich mit Fizo solidarisierte, erklärte:
„Selenskyj kann nicht die Europäische Union führen. Ich lasse mich von Selenskyj nicht an der Nase herumführen.“ Viktor Orbán
Diese Aussagen belegen das angespannte Verhältnis zwischen Kiew und bestimmten EU-Mitgliedern, die offenbar ihre eigenen politischen Bündnisse über die gemeinsamen Interessen der Staatengemeinschaft stellen.
Die Blockade des Kredits gefährdet die Hilfen, die die Ukraine aus Brüssel erhält, und könnte den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes erheblich erschweren. Die Lage entwickelt sich dynamisch; sowohl in der Ukraine als auch international wird das weitere Vorgehen der EU genau beobachtet.
Sollte das Darlehen nicht freigegeben werden, drohen ernste Konsequenzen für die ukrainische Wirtschaft, die nach dem Krieg dringend auf europäische Finanzspritzen angewiesen ist. Die Blockade unterstreicht die politischen Differenzen innerhalb der Union, die die Geschlossenheit des Bündnisses in der Ukraine-Frage infrage stellen. Es bleibt abzuwarten, wie die anderen europäischen Staaten auf diese Krise reagieren – ihre Antwort könnte die künftige Zusammenarbeit zwischen Kiew und Brüssel maßgeblich prägen.
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