Putins Plan: 18 weitere Kriegsmonate für den Donbas – zu welchem Preis?.
Die Lage in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Der russische Präsident Wladimir Putin ist bereit, den Krieg in der Ukraine mindestens weitere 18 Monate fortzusetzen, um die Kontrolle über den Donbas zu erlangen. Westliche Geheimdienste schätzen die Verluste der russischen Truppen als erheblich ein, auch die ukrainischen Streitkräfte haben hohe Verluste erlitten. Den Generälen des Generalstabs der Russischen Föderation gelang es im vergangenen Jahr, lediglich 0,8% des ukrainischen Territoriums unter ihre Kontrolle zu bringen, was 4831 Quadratkilometern entspricht. Diese geringe territoriale Ausbeute steht in einem krassen Missverhältnis zum enormen Blutzoll.
Seit Februar 2022 hat die russische Armee schätzungsweise 1,2 Millionen Mann verloren, davon sind 325.000 gefallen. Diese Zahl übersteigt die Verluste der Sowjetarmee im Afghanistan-Krieg um das 17-fache. Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Einschätzungen zwischen 500.000 und 600.000 Soldaten verloren, darunter bis zu 140.000 Tote. Die Gesamtverluste beider Armeen belaufen sich auf 1,8 Millionen Menschen; Prognosen zufolge könnten sie bis zum Frühjahr die Zwei-Millionen-Marke erreichen. Diese Dimensionen verdeutlichen die Brutalität des Stellungskrieges.
Dauer des Konflikts
Experten weisen darauf hin, dass 'jeder Tag mit Gefechten und Bombardements ukrainischer Infrastruktur seinen Vorteil nur vergrößert', wie Quellen in Nachrichtendiensten und Militärdiensten sagen. Zudem, so Daniel Szeligowski, habe Putin 'nicht die Absicht, Kompromisse einzugehen'. Diese Einschätzungen deuten auf eine lange Konfliktdauer und schwerwiegende Folgen für beide Seiten hin.
Die Lage an der Front zeigt ein enormes Ausmaß an menschlichen Verlusten und Zerstörung, was schwerwiegende soziale und wirtschaftliche Konsequenzen für beide Länder hat. Eine Fortsetzung des Konflikts über die nächsten anderthalb Jahre könnte zu einer weiteren Eskalation der Gewalt führen und alle Bemühungen um eine friedliche Einigung noch weiter erschweren. Dies stellt auch die Widerstandsfähigkeit der ukrainischen und russischen Wirtschaft unter den Bedingungen eines langandauernden Krieges infrage.
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