Putin wies den Friedensplan von Trump zurück: Was bedeutet das für den Krieg in der Ukraine.
Nach Angaben von ТСН: Wladimir Putin bestätigte öffentlich sein Engagement für die militärischen Ziele in der Ukraine, für die der Kreml im Jahr 2022 eine umfassende Invasion begann. Er wies das Friedensabkommen zurück, das auf einem 28-Punkte-Plan der USA basiert.
Im Bericht des Instituts für Kriegsstudien (ISW) wird Putins Rede bei einer Sitzung des Verteidigungsministeriums beschrieben.
Russische Erklärungen zu 'militärischen Zielen'
Während seiner Ansprache betonte Putin, dass Moskau 'zweifellos' seine militärischen Ziele in der Ukraine erreichen werde. Er bemerkte, dass Russland angeblich diplomatische Mittel bevorzuge, um diese zu erreichen. Wenn die Ukraine und der Westen jedoch die Verhandlungen ablehnen, beabsichtigt der Kreml, 'seine historischen Gebiete' militärisch zu befreien.
Im ISW wird festgestellt, dass Kremlbeamte häufig über große Gebiete der Ukraine sprechen, die über die vier von Russland annektierten Regionen hinausgehen, und diese als 'historische' russische Gebiete betrachten. Besonders Odessa wird als 'russische' Stadt bezeichnet. Dies gilt auch für den Begriff 'Neurussland', der vom Kreml zur Beschreibung des Südostens der Ukraine erfunden wurde.
„Der Kreml hat wiederholt die von den USA und der Ukraine vorgeschlagenen Friedenspläne abgelehnt und versucht, die Schuld für den Mangel an Fortschritten in den Verhandlungen auf Kiew zu schieben. Putins Erklärung zur Eroberung 'historischer' Territorien Russlands, falls die Ukraine und der Westen von den Verhandlungen absehen, zielt wahrscheinlich darauf ab, die Verantwortung für die Fortsetzung der Kreml-Bemühungen zur Erreichung seiner ursprünglichen militärischen Ziele in der Ukraine nicht auf Russland zu schieben“, so amerikanische Experten.
Abweisung des Friedensabkommens
Das Institut für Kriegsstudien ist der Ansicht, dass Putins Äußerungen sein Unvermögen belegen, ein Friedensabkommen auf der Grundlage des 28-Punkte-Plans von Donald Trump zu akzeptieren. Der Kreml hat dieses Angebot offen nicht anerkannt und viele seiner Punkte ignoriert.
„Solche Aussagen von Putin belegen eindeutig, dass er nicht bereit ist, von maximalistischen Zielen in der Ukraine abzurücken und danach streben wird, diese zu erreichen, nachdem jegliche Kampfhandlungen unter Bedingungen, die diesen Zielen nicht entsprechen, ausgesetzt wurden. Die wiederholten Aussagen aus dem Kreml werfen Zweifel an Putins Bereitschaft auf, selbst dieses Rahmenabkommen zu akzeptieren“, betonen amerikanische Analysten.
Abweisung von Sicherheitsgarantien
Zuverlässige Sicherheitsgarantien für die Ukraine sind wichtig, um einen langfristigen Frieden zu gewährleisten, doch der Kreml weist die Idee solcher Garantien zurück. Der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow, betonte, dass ihre Position bezüglich ausländischer Militärkontingente in der Ukraine unverändert geblieben sei: Russland duldet keine europäischen Sicherheitsgarantien mit Militärpräsenz auf ihrem Territorium.
Analysten glauben, dass der Kreml auf ein Friedensabkommen ohne Sicherheitsgarantien aus ist, um die Bedingungen für eine zukünftige Aggression gegen die Ukraine zu schaffen, mit dem Ziel, die Kontrolle über das Land zu erlangen.
Putin wies auch darauf hin, dass Russland die Möglichkeit hat, das Tempo des Angriffs in allen Zonen zu steigern. Er behauptet, dass Moskau seine Ziele militärisch erreichen wird, wenn die Ukraine und ihre 'ausländischen Mäzene' nicht zu Verhandlungen bereit sind.
Andererseits unterstreicht CNN, dass Putin Kompromisse abgelehnt hat. Er drohte mit dem gewaltsamen Erwerb von Territorien, falls dies notwendig sein sollte, und sprach von den 'ursprünglichen Ursachen des Konflikts'. US-Präsident Donald Trump äußerte Optimismus über das Zustandekommen eines Friedensabkommens und stellte fest, dass 'wir jetzt näher sind als je zuvor'.
Somit deuten Putins Worte auf die Unnachgiebigkeit des Kremls hin, seine Ziele in der Ukraine zu erreichen. Die Ablehnung eines Friedensabkommens könnte die ohnehin schon komplizierte Situation verschärfen und die Möglichkeit von Verhandlungen in der Zukunft gefährden. Die feste Haltung Moskaus zu 'historischen Gebieten' deutet auch auf einen fortgesetzten strategischen Druck auf Kiew und die internationale Gemeinschaft hin.
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