Für Rail Baltica: Litauen plant Enteignung von 2500 Grundstücken.
Großprojekt Rail Baltica: Tausende Grundstücke in Litauen betroffen
Nach Angaben von Novyny.live: Im Zuge des paneuropäischen Infrastrukturprojekts Rail Baltica muss Litauen umfangreiche Landflächen für den Bahnbau bereitstellen. Für den neuen Schienenabschnitt zwischen Vilnius und Kaunas sind Enteignungen von rund 2500 privaten Grundstücken vorgesehen. Die Gesamtfläche des benötigten Landes beläuft sich auf 1700 Hektar. Das litauische Verkehrsministerium hat den entsprechenden Infrastrukturplan für den Bahnbau bereits registrieren lassen.
Umfang und Zeitplan der Enteignungen
Allein der neue 95 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Kaunas und Vilnius ist Teil eines über 200 Kilometer langen Bauvorhabens inklusive aller Abzweigungen. Die litauische Regierung plant, innerhalb der nächsten zwei Jahre mindestens 279 Grundstücke mit einer Fläche von fast 450 Hektar zu enteignen. Mit der Durchführung der Enteignungsverfahren wurde das Unternehmen Tyrens Lietuva beauftragt; die Kosten hierfür belaufen sich auf 1,43 Millionen Euro.
- Die Enteignungsprozesse in den Regionen Kaišiadorys, Elektrėnai, Trakai und im Umland von Vilnius sollen im Jahr 2028 beginnen.
- Am Eisenbahnknotenpunkt Kaunas werden 61,7 Hektar Land benötigt.
- Auf dem Teilstück von Jiesia bis zur polnisch-litauischen Grenze sind Enteignungen von mehr als 1300 Hektar geplant.
Das Projekt dient der Modernisierung der litauischen Verkehrsinfrastruktur und der besseren Anbindung an andere europäische Staaten. Rail Baltica ist ein zentrales Vorhaben zur Integration des Baltikums in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz, das langfristig wirtschaftliche Impulse setzen soll. Die umfangreichen Landnahmen sorgen jedoch für Verunsicherung und Widerstand bei den betroffenen Grundstückseigentümern, was zu sozialen Konflikten führen könnte. Die Regierung setzt darauf, dass die verbesserte Mobilität und die erwarteten wirtschaftlichen Vorteile diese Belastungen in Zukunft aufwiegen werden.
Lesen Sie auch
- Abwahl des Bildungsministers Lisovyi zeichnet sich ab: Das sind die Hintergründe
- Eine von Zaluzhnyi unterstützte Partei führt die Umfragen an, während die meisten Ukrainer Kriegswahlen ablehnen
- Hybrider Krieg in Armenien: Parteichef enthüllt Strategie zu EU und Russland
- Ukrainische Sicherheitsbehörde nimmt Richterin wegen Landesverrats fest: Sie gab FSB-Daten über Asow-Kämpfer weiter
- Ukrainische Streitkräfte weisen russische Falschmeldung zurück: Huliaipole bleibt unter ukrainischer Kontrolle
- US-Repräsentantenhaus stimmt für Ukraine-Hilfe: Milliardenpaket für Sicherheit und neue Sanktionen gegen Russland

