Reebok zieht sich aus der Ukraine zurück: Termine für die letzten Filialen.
Das Ende der Reebok-Geschäfte in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Der Sportartikelhersteller Reebok bereitet seinen vollständigen Rückzug aus der Ukraine vor. Nach einem finalen Ausverkauf der Restwaren werden die letzten beiden offiziellen Stores des Landes schließen. Ende Februar 2026 sind noch zwei Filialen in Kiew in Betrieb. Der Store im SkyMall-Einkaufszentrum wird voraussichtlich bis zum 8. Mai 2026 geöffnet bleiben. Der zweite Laden im Retroville wird seine Türen bis Ende April 2026 schließen, wenn der Mietvertrag ausläuft.
Anhaltende Verluste zwingen zum Handeln
Die finanziellen Zahlen von Reebok in der Ukraine offenbaren eine anhaltende Krise. Im Jahr 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 148,7 Millionen Hrywnja, verbuchte jedoch einen Verlust von 82,4 Millionen Hrywnja. 2024 sank der Umsatz auf 162,6 Millionen Hrywnja, während die Verluste auf 153,8 Millionen Hrywnja anstiegen. Auch 2025 gab es keine Trendwende: Bei einem Umsatz von 84,4 Millionen Hrywnja belief sich der Verlust auf 48,5 Millionen Hrywnja. Diese Entwicklung zeigt die erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen der Konzern auf dem ukrainischen Markt konfrontiert war.
Die Entscheidung für den Marktaustritt ist das Ergebnis dieser anhaltenden roten Zahlen und fehlender positiver Geschäftsperspektiven. Für Kunden bleibt nun eine letzte Gelegenheit, Produkte von Reebok im Rahmen des Schlussverkaufs in den verbliebenen Filialen zu erwerben. Der Rückzug markiert einen weiteren Wendepunkt im ukrainischen Sportartikelmarkt, der sich im Umbruch befindet.
Der Abschied von Reebok unterstreicht die Schwierigkeiten, mit denen internationale Marken auf dem ukrainischen Markt kämpfen, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Instabilität.
Dies könnte auch auf einen breiteren Trend in der Branche hindeuten, bei dem Unternehmen, die sich nicht an lokale Gegebenheiten anpassen können, ihre Aktivitäten einstellen müssen. Für Verbraucher bieten die Räumungsverkäufe zwar kurzfristig attraktive Schnäppchen und beschleunigen den Abverkauf der Waren, langfristig bedeutet dies jedoch weniger Wahlmöglichkeiten.
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