Russlands Haushaltslücke trotz Ölrekorden: Defizit droht zu explodieren.
Die angespannte Haushaltslage Russlands
Nach Angaben von UATV: Selbst Rekordpreise für Rohöl auf dem Weltmarkt können Russlands Haushaltsloch nicht stopfen. Grund ist der erzwungene Preisrabatt für russisches Öl aufgrund der internationalen Sanktionen. Fachleute rechnen damit, dass sich das russische Haushaltsdefizit bis Ende 2026 nahezu verdreifachen wird.
Zwar kletterten die globalen Ölnotierungen im März 2025 auf den höchsten Stand seit Juli 2024. Doch für russisches Öl gilt seit dem 1. Februar 2024 eine Preisobergrenze von lediglich 44,1 US-Dollar pro Barrel. Die russische Ölsorte Urals wurde am 2. März 2024 mit 3582 Rubel (etwa 46,13 Dollar) je Barrel gehandelt. Diese massive Differenz zum Weltmarktpreis zeigt die Wirksamkeit der westlichen Sanktionspolitik.
Düstere Prognosen für die Zukunft
Die russische Haushaltsplanung für 2026 geht hingegen von einem unrealistisch hohen Ölpreis von 5440 Rubel (ca. 59 Dollar) pro Barrel und einem Wechselkurs von 92,2 Rubel je US-Dollar aus. Angesichts der sanktionsbedingten Preisdiskriminierung für russisches Rohöl bleibt die Haushaltssituation des Landes daher äußerst prekär.
Die anhaltenden Preisbeschränkungen deuten auf eine langfristig schwierige ökonomische Lage hin. Ein sich rapide vergrößerndes Haushaltsdefizit würde zwangsläufig Kürzungen bei sozialen Leistungen und Entwicklungsprojekten nach sich ziehen und das Wirtschaftswachstum weiter hemmen.
In einer Phase globaler Umbrüche und zunehmender politischer Isolation fällt es Russland schwer, sich anzupassen. Diese Faktoren gefährden die Stabilität des Staatshaushalts in den kommenden Jahren fundamental.
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