Russland weigert sich, das Konsulat in Danzig zu räumen: Polen bereitet einen Gerichtsprozess vor.

Russland weigert sich, das Konsulat in Danzig zu räumen: Polen bereitet einen Gerichtsprozess vor
Russland weigert sich, das Konsulat in Danzig zu räumen: Polen bereitet einen Gerichtsprozess vor

Nach Angaben von ТСН: Die Behörden in Danzig bereiten sich auf einen langwierigen Gerichtsprozess vor, da die Russische Föderation sich weigert, die Räumlichkeiten des Generalkonsulats zu verlassen. Die Laufzeit dieser Einrichtung endet in der Nacht vom 23. Dezember, jedoch hat Moskau angekündigt, seinen Mitarbeiter in der Position zu halten.

Juristische Falle Moskaus

Trotz der Entscheidung des polnischen Außenministers, das Konsulat zu schließen, hat die russische Seite diplomatische Manöver ergriffen. Die Botschaft der RF hat die Stadtverwaltung Danzigs offiziell informiert, dass in den Gebäuden in der Batorego-Straße 13 und 15 künftig ein „administrativ-technischer Mitarbeiter der Botschaft“ verbleiben wird.

Russland behauptet, dass das Eigentum ihr „diplomatisches Eigentum“ sei und verlangt dessen Unantastbarkeit. Die Vizepräsidentin von Danzig, Emilia Łodzińska, betonte jedoch, dass, gemäß den Grundbuchregistern, der Eigentümer der Objekte der Staatskassen von Polen sei und die Ansprüche der RF unbegründet seien.

Millionenschulden und juristische Perspektiven

Die Geschichte der Nutzung der Villen in der Batorego-Straße begann 1951, als die UdSSR sie zur unentgeltlichen Nutzung erhielt. Nach dem Zerfall des Sowjets kam das Eigentumsrecht an Polen, jedoch ignorierten russische Diplomaten jahrzehntelang die Rechnungen.

Von 2013 bis 2023 hat Danzig Russland eine Schuld in Höhe von 5,5 Millionen Zloty zuzüglich weiterer 3 Millionen Zloty Zinsen in Rechnung gestellt. Das Konsulat hat nicht auf Anfragen zur Zahlung reagiert und die Gerichtsurteile nicht erfüllt.

Da Russland sich weigert, die Räumlichkeiten zu übergeben, plant die polnische Seite, sich an die Generalstaatsanwaltschaft zu wenden. Nach dem 23. Dezember werden die Gebäude den Schutz des Wiener Übereinkommens verlieren. Das Schatzamt wird eine Klage zur Räumung des Eigentums einreichen, und nach der Gerichtsentscheidung beginnt das Verfahren zur Beschlagnahme der Immobilie.

Juristen des Danziger Rathauses warnen, dass der Räumungsprozess mehrere Jahre dauern kann, da die polnischen Gesetze den Zugriff auf das Gebäude bis zur endgültigen Gerichtentscheidung verbieten.

Diese Situation rund um das Konsulat offenbart die Komplexität der diplomatischen Beziehungen zwischen Polen und Russland, die die ohnehin angespannte Atmosphäre in der Region verschärfen. Die weitere Entwicklung wird von den Entscheidungen der Gerichte und der Bereitschaft beider Seiten abhängen, einen Kompromiss zu finden.


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