Soldat kehrt aus Gefangenschaft zurück – Familie muss 15 Millionen Hrywnja zurückzahlen.

Soldat kehrt aus Gefangenschaft zurück – Familie muss 15 Millionen Hrywnja zurückzahlen
Soldat kehrt aus Gefangenschaft zurück – Familie muss 15 Millionen Hrywnja zurückzahlen

Der Fall des Soldaten Nazar Delezkyj

Nach Angaben von TSN.ua: Die Familie eines Soldaten der 24. Brigade muss eine staatliche Entschädigungszahlung zurückerstatten. Dies beschloss der Regionalrat Lwiw in seiner Sitzung am 10. Februar. Der Grund: Der für tot geglaubte Soldat Nazar Delezkyj ist lebendig aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt. Solche Fälle offenbaren die bürokratischen Härten des Krieges.

Im Jahr 2023 hatte die Familie eine Entschädigung in Höhe von 15 Millionen Hrywnja als staatliche Einmalzahlung für den Tod des Soldaten erhalten. Nazar Delezkyj galt seit Mai 2022 als vermisst, die Behörden hatten seinen Tod im September 2022 offiziell bestätigt. Eine DNA-Analyse hatte die Identität der damals geborgenen Überreste mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 % bestätigt – die Grundlage für die Auszahlung.

Emotionale Heimkehr und rechtliche Konsequenzen

Bei einem Gefangenenaustausch am 5. Februar kehrte Nazar Delezkyj unerwartet zurück. Taras Podwirnyj, ein Vertreter der Behörden, kommentierte die rechtliche Lage nüchtern:

„Aus rechtlicher Sicht muss die Familie die Mittel zurückerstatten, die der Staat als Einmalzahlung für den Tod des Soldaten geleistet hat.“ — Taras Podwirnyj

Er fügte hinzu, dass „für die Familie das größte Glück sei, dass der Soldat nach Hause zurückgekehrt ist, und nicht dieses Geld, das der Staat ihnen ausgezahlt hat.“

Natalija Delezka, die Mutter des Soldaten, schilderte den emotionalen Moment der Nachricht: „'Ihr Sohn ist in Gefangenschaft.' Es war schon spät, gegen 23 Uhr. Ich sagte nur: 'Nazar!', und er antwortete: 'Ihr Sohn ist in Gefangenschaft. Ich bin der, der ihn gefangen genommen hat.'“ Diese Erzählung macht die widersprüchlichen Gefühle zwischen unbändiger Freude und neuen rechtlichen Problemen deutlich.

Der Fall zeigt die komplexen rechtlichen und moralischen Dilemmata auf, die der Krieg mit sich bringt. Er wirft Fragen zur Handhabung von Entschädigungszahlungen auf, wenn Soldaten, die für tot erklärt wurden, lebend aus der Gefangenschaft zurückkehren.

Diese Situation illustriert die vielfältigen Herausforderungen für Angehörige von Soldaten in Kriegszeiten, insbesondere bei Entschädigungsfragen. Wenn als gefallen geltende Soldaten wieder auftauchen, stoßen bestehende Rechtsvorschriften oft an ihre Grenzen. Das verursacht zusätzlichen Stress für Familien, die bereits Schweres durchlitten haben, und unterstreicht die Dringlichkeit, Entschädigungsregelungen an die Realitäten moderner Kriege anzupassen.


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