Russland bereitet die Nationalisierung westlicher Vermögenswerte vor: Welche Unternehmen bedroht sind.

Russland bereitet die Nationalisierung westlicher Vermögenswerte vor: Welche Unternehmen bedroht sind
Russland bereitet die Nationalisierung westlicher Vermögenswerte vor: Welche Unternehmen bedroht sind

Nationalisierung ausländischen Eigentums in Moskau als Reaktion auf die Entscheidung der EU

Nach Angaben von inkorr.com: Moskau hat beschlossen, dringend die Vermögenswerte ausländischer Unternehmen zu nationalisieren, indem eine spezielle Rückkaufprozedur angewendet wird. Diese Entscheidung steht im Zusammenhang mit dem Beschluss der Europäischen Union, eingefrorene Mittel zur Finanzierung der Ukraine zu verwenden. Dies berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf einen Erlass von Präsident Putin.

Das Dokument sieht eine schnelle Bewertung des Wertes des beschlagnahmten Eigentums innerhalb von 10 Tagen vor und die schnelle Eintragung der Eigentumsrechte. Die staatliche Bank 'Promsvyazbank' wird verpflichtet sein, die Geschäfte abzuschließen. Diese Entscheidung war das Ergebnis von Diskussionen über den Plan zur Bereitstellung von Krediten in Höhe von 140 Milliarden Euro für die Ukraine aus den vom EU eingefrorenen Fonds während des Treffens der Staats- und Regierungschefs der EU in Dänemark.

Die Vermögenswerte westlicher Unternehmen, die in Russland tätig sind, darunter UniCredit, Raiffeisen Bank, PepsiCo und Mondelez, sind von der Beschlagnahmung bedroht.

Seit Anfang 2022 hat die russische Regierung bereits Vermögenswerte ausländischer Unternehmen im Wert von über 3,9 Billionen Rubel beschlagnahmt, was ungefähr 48 Milliarden Dollar entspricht. Die erhaltenen Mittel fließen in die Finanzierung des föderalen Budgets.

Finanzielle Unterstützung der Ukraine durch die EU

Die Europäische Union arbeitet an Mechanismen zur finanziellen Unterstützung der Ukraine. Es ist vorgesehen, einen 'Reparationskredit' von bis zu 130 Milliarden Euro bereitzustellen, aber der endgültige Umfang der Finanzierung wird nach der Bewertung des Bedarfs des Landes an finanzieller Unterstützung durch den Internationalen Währungsfonds in den Jahren 2026-2027 festgelegt. Derzeit sind in Europa etwa 210 Milliarden Euro russische Vermögenswerte eingefroren, von denen 175 Milliarden Euro in bar auf den Konten des belgischen Depots Euroclear liegen.

Die Europäische Kommission hat bereits einen Mechanismus vorgeschlagen, um russische Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine zu nutzen, ohne eine direkte Beschlagnahme vorzunehmen. Dieser Ansatz ermöglicht es, Mittel aus Einlagen bei der Europäischen Zentralbank gegen EU-Anleihen auszutauschen, wobei die juristische Unantastbarkeit der russischen Vermögenswerte gewahrt bleibt und diese zur finanziellen Unterstützung der Ukraine eingesetzt werden.

Als Antwort auf die Entscheidung der Europäischen Union zur Finanzierung der Ukraine hat Russland Pläne zur Nationalisierung der Vermögenswerte ausländischer Unternehmen angekündigt, was erhebliche Auswirkungen auf die internationalen Wirtschaftsbeziehungen haben könnte. Insbesondere westliche Unternehmen stehen unter Druck, da Moskau bestrebt ist, finanzielle Verluste auszugleichen und sein Budget zu unterstützen. Die Diskussionen über die Mechanismen zur Finanzierung der Ukraine in der EU gehen weiter, was den unermüdlichen Einsatz der europäischen Gemeinschaft zur Unterstützung des betroffenen Landes zeigt.

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