Fünf neue Drohnenstützpunkte nahe Belarus entdeckt: Russland baut Infrastruktur aus.

Fünf neue Drohnenstützpunkte nahe Belarus entdeckt: Russland baut Infrastruktur aus
Fünf neue Drohnenstützpunkte nahe Belarus entdeckt: Russland baut Infrastruktur aus

Drohnenaktivität an der Grenze zu Belarus nimmt zu

Nach Angaben von Espreso.tv: Eine Untersuchung des belarussischen Dienstes von Radio Free Europe hat mindestens fünf Einrichtungen in den russischen Gebieten Brjansk, Orjol und Smolensk identifiziert, die mit dem Betrieb von Drohnen in Verbindung stehen. Die meisten dieser Anlagen entstanden oder wurden seit Sommer 2024 erweitert, was auf eine zunehmende Nutzung unbemannter Luftfahrzeuge in der Region hindeutet. Offizielle Daten bestätigen einen Anstieg von Luftraumverletzungen: Allein 2025 wurden über 1.400 Vorfälle registriert.

Die entdeckten Standorte im Detail

Zu den identifizierten Objekten gehören unter anderem:

  • Der Flugplatz „Schatalowo“ im Gebiet Smolensk – nur 46 Kilometer von der belarussischen Grenze entfernt. Mit dem Bau wurde Anfang 2025 begonnen.
  • Eine Anlage nahe Zymbulowo im Gebiet Orjol, deren Fläche sich verdoppelt hat und nun fast 2 mal 4 Kilometer misst.
  • Ein Komplex bei Nawlja im Gebiet Brjansk, der im Sommer 2024 errichtet wurde.
  • Der Flugplatz Seschtscha, ebenfalls im Gebiet Brjansk, diente in den Jahren 2022 und 2023 als einer der wichtigsten Startorte für iranische „Schahid“-Drohnen.
  • Eine Anlage bei Assowiza im Gebiet Brjansk, die im Sommer 2025 entstand und nur 35 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt.

Sicherheitskräften zufolge drangen Drohnen 2026 fast täglich in den Luftraum ein. Etwa 520 Drohnen wurden neutralisiert, davon ein Drittel mit Kampfausrüstung. Experten zeigen sich besorgt über die Entwicklung. Jurij Ihnat erklärte:

„Die meisten russischen Drohnen fliegen bei massiven Angriffen genau über Belarus – und solche Fälle werden immer häufiger.“

Anatolij Chraptschynskyj betonte, dass „Russland sich darauf vorbereitet, den belarussischen Korridor nicht zu verkleinern, sondern auszubauen“. Erwähnenswert ist zudem, dass Polen am 10. Juni seinen Luftraum nahe der Ukraine und Belarus für drei Monate sperrte – eine Maßnahme, die vermutlich auf die wachsende Bedrohung durch Drohnen zurückgeht. Ihnat fügte hinzu:

„Es ist sicher nicht unsere Aufgabe, mit den Belarussen zu kämpfen.“
Dies verdeutlicht die Komplexität der Lage und die Notwendigkeit neuer Sicherheitsansätze.

Die Zunahme der Drohnenaktivität in den russischen Grenzregionen könnte auf strategische Veränderungen in der militärischen Taktik hindeuten, die sowohl von Russland als auch von Belarus angewendet wird. Angesichts der Besorgnis von Experten und der steigenden Zahl von Luftraumverletzungen deuten die Fakten auf eine mögliche Verschärfung militärischer Bedrohungen in der Region hin. Die Schließung des polnischen Luftraums könnte ebenfalls eine Reaktion auf diese Gefahren sein, was die Bedeutung internationaler Sicherheitskoordination unterstreicht.


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