Russlands Vermittlungsangebot zwischen USA und Iran: Warum es scheitern dürfte.

Russlands Vermittlungsangebot zwischen USA und Iran: Warum es scheitern dürfte
Russlands Vermittlungsangebot zwischen USA und Iran: Warum es scheitern dürfte

Moskaus Anspruch als Schlichter im US-iranischen Konflikt

Nach Angaben von UATV: Russland hat den Wunsch bekundet, in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran als Vermittler aufzutreten. Experten halten dieses Szenario jedoch für äußerst unwahrscheinlich. Wjatscheslaw Lichatschow, der am 8. Februar 2023 im Sender FREEДOM zu Wort kam, verweist darauf, dass der Iran Russland misstraut und davon ausgeht, dass Moskau stets die eigenen Interessen über die seiner Verbündeten stellt.

Bereits im vergangenen Frühjahr hatte Russland seine Dienste als Mittler aktiv angeboten und sein starkes Interesse an einer Teilnahme an den Gesprächen betont. Lichatschow bezeichnet dies als eine 'Option, für die Moskau lobbyiert und an der es teilhaben möchte'. Trotz dieser Bemühungen bleibt der Iran gegenüber einer russischen Vermittlerrolle äußerst skeptisch.

Das angespannte Verhältnis zwischen Teheran und Moskau

Ein entscheidender Faktor ist das fehlende Vertrauen, wie Lichatschow weiter ausführt. Seiner Einschätzung nach prägt Misstrauen die Beziehungen, da der Iran befürchtet, Russland könne die Gespräche nutzen, um im Schulterschluss mit den USA eigene, weit wichtigere Ziele zu verfolgen.

„Russland löst mit den Vereinigten Staaten seine für den Kreml viel wichtigeren Fragen“ – Wjatscheslaw Lichatschow

Daher dürften das Misstrauen Teherans und die klar priorisierten Eigeninteressen Moskaus eine Vermittlung Russlands zwischen Washington und Teheran erheblich erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen.

Das Ringen um eine mögliche Vermittlerrolle unterstreicht die Komplexität internationaler Diplomatie, in der Vertrauen und strategische Kalküle entscheidend sind. Der Iran agiert aufgrund seiner historischen Erfahrungen mit Russland besonders vorsichtig, wenn es um seine nationale Sicherheit und außenpolitische Souveränität geht. Dies zeigt, wie unterschiedliche Prioritäten und Ziele selbst zwischen kooperierenden Staaten einen Konsens in Schlüsselfragen blockieren können.


Lesen Sie auch

Werbung