Europas verdeckter Krieg: Russlands Sabotagekampagne in Zahlen.

Europas verdeckter Krieg: Russlands Sabotagekampagne in Zahlen
Europas verdeckter Krieg: Russlands Sabotagekampagne in Zahlen

Unterwanderung im Schatten des Ukraine-Krieges

Nach Angaben von UATV: Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine wurden in Europa mehr als 150 Sabotageakte verzeichnet. Den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zufolge steht die überwiegende Mehrheit dieser Anschläge im Zusammenhang mit russischen Geheimdiensten. Allein im Jahr 2024 wurden 64 solcher Vorfälle registriert. Bereits 2023 zählte Deutschland 320 Sabotageversuche. Diese Zahlen belegen einen besorgniserregenden Trend: Die Fälle von Sabotage in der Ukraine und in unterstützenden europäischen Staaten nehmen kontinuierlich zu.

Europäische Länder im Fadenkreuz

Polen verzeichnete seit Kriegsbeginn mit 31 Vorfällen die höchste Zahl an Sabotageakten, darunter einen schweren Anschlag auf die Eisenbahninfrastruktur im November 2025. Auch Frankreich ist betroffen und meldet insgesamt 20 Zwischenfälle, fünf davon seit Mitte 2025. Litauen und Deutschland verzeichneten über einen Zeitraum von vier Jahren jeweils 15 Sabotagevorfälle, während Großbritannien auf 12 und Estland auf 11 Fälle kommt.

Ein besonders brisanter Vorfall ereignete sich am 25. Februar 2025 in Schweden, wo eine Drohne in der Nähe eines französischen Flugzeugträgers abgeschossen wurde. Der schwedische Premierminister Ulf Kristersson stellte klar:

„Alles deutet darauf hin, dass es sich hier um einen Verstoß Russlands gegen den schwedischen Luftraum unter Nutzung von Drohnen handelt.“
Die schwedische Verteidigungsministerin Jean-Noël Barraud äußerte die Einschätzung, dass ein russischer Ursprung des Vorfalls
„eine absurde Provokation“
wäre.

Der Sicherheitsexperte Taavi Naritsa wies darauf hin, dass 'russische Geheimdienste Menschen für ihre Zwecke instrumentalisieren, unabhängig von deren Nationalität oder Staatsbürgerschaft'. Diese Taktik zeigt, dass die Sabotagegefahr für Europa weiterhin akut ist und die Staaten auf neue sicherheitspolitische Herausforderungen vorbereitet sein müssen.

Die Zunahme russisch gesteuerter Sabotage in Europa unterstreicht die dringende Notwendigkeit engerer Zusammenarbeit zwischen den Staaten. Vorfälle wie die Anschläge auf die polnische Bahn oder der Drohnenvorfall in Schweden markieren eine neue Qualität der Bedrohungslage. Sie machen deutlich, dass eine verstärkte Sicherheitskoordination auf europäischer Ebene unerlässlich ist, um künftigen Angriffen wirksam begegnen zu können.


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