Russland verlegt Truppen nach Süden: Folgen der neuen Strategie für die Front.
Neue Ausrichtung der russischen Kriegsführung
Nach Angaben von TSN.ua: Als Reaktion auf ukrainische Gegenoffensiven in den Regionen Saporischschja und Dnipro passt das russische Militär seine Strategie an. Laut dem Institute for the Study of War (ISW) verlegt Russland Einheiten von der Ostfront in den Süden. Dazu gehören das 68. Armeekorps, Elitetruppen der Marineinfanterie sowie die 76. Luftlandedivision.
Umfangreiche Truppenbewegungen
Im Februar und Anfang März 2026 kam es zu massiven Verlegungen russischer Verbände. So wurde das 68. Armeekorps aus den Gebieten um Pokrowsk und Dobropillja in Richtung Huljajpole verlegt. An dieser Operation waren die 39. motorisierte Schützenbrigade und das 1472. Regiment beteiligt. Zudem wurden die 40. Brigade der Marineinfanterie und Teile der 55. Division von Dobropillja nach Polohy verlegt. Die 76. Luftlandedivision hatte ihre Verlegung von der Pokrowsk-Front in Richtung Orichiw bereits im Januar 2026 begonnen.
Vor diesem Hintergrund verfolgt der Kreml weiterhin das Ziel, bis zum Sommer 2026 die Städte Slowjansk, Kramatorsk, Druschkiwka und Kostjantyniwka einzunehmen. Die Lage an der Front wird für Russland jedoch dadurch erschwert, dass die Kämpfe um Pokrowsk und Myrnohrad Kräfte binden, die für einen Angriff auf den ukrainischen „Festungsgürtel“ fehlen. Die russischen Truppen konnten bei der Einnahme von Städten in der Ostukraine keine entscheidenden Erfolge erzielen, was ihr Offensivpotenzial erheblich mindert.
Ein weiterer Rückschlag ereignete sich am 1. Februar 2026, als das Kommunikationssystem Starlink für russische Streitkräfte blockiert wurde. Dies wird ihre Gefechtsführung voraussichtlich beeinträchtigen. Die strategischen Anpassungen zeigen, wie sich Russland auf die dynamische Lage an der Front und die ukrainischen Gegenangriffe einstellen muss. Solche Truppenverlegungen deuten auf den Versuch hin, Positionen in kritischen Gebieten zu stärken, die für die Kontrolle über die Ostukraine entscheidend sind. Die gescheiterten Eroberungsversuche und die Störung der Kommunikation könnten die geplanten Offensivoperationen jedoch erheblich behindern.
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