Nach Kritik an Soldatenverträgen: Das ändert sich nach Syrskyjs Abgang.

Nach Kritik an Soldatenverträgen: Das ändert sich nach Syrskyjs Abgang
Nach Kritik an Soldatenverträgen: Das ändert sich nach Syrskyjs Abgang

Neue Zusatzvergütungen treiben die Reform der ukrainischen Streitkräfte voran

Nach Angaben von Слово і Діло — Інфографіка: Die finanzielle Lage der ukrainischen Soldaten bleibt angespannt. Der ehemalige Befehlshaber der Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, übte scharfe Kritik an den neuen Vertragsmodellen für Militärangehörige. Er betonte, dass

„nur 2.000 Menschen solche Verträge unterzeichnet haben“
. Gleichzeitig brachte das damalige Verteidigungsministerium unter der Leitung von Mychajlo Fedorow keine Änderungen bei der Besoldung durch die Werchowna Rada. Ein Teil der Gehälter von Soldaten wurde für die Beschaffung von Drohnen umgeleitet, was zusätzliche Fragen zur Mittelverwendung aufwarf. Diese Entwicklung verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Truppenfinanzierung.

Die von Mychajlo Fedorow angestoßene Transformation der Streitkräfte schreitet voran. Am 12. Juni 2026 stellte das Verteidigungsministerium offiziell die Reform des Militärdienstes vor. Seit dem 1. Juni 2026 gelten neue Regelungen: Die maximale monatliche Vergütung für einen Soldaten der ukrainischen Streitkräfte beträgt nun 460.000 Hrywnja. Trotz dieser Bemühungen ist die Finanzierung nicht gesichert. Für die kommenden Jahre sind folgende Mittel eingeplant:

  • 107,700 Milliarden Hrywnja für Zulagen im Jahr 2026,
  • 186,800 Milliarden Hrywnja im Jahr 2027,
  • 78,700 Milliarden Hrywnja im Jahr 2028.

Am 21. Juli 2026 gab Präsident Wolodymyr Selenskyj die Entlassung von Oleksandr Syrskyj bekannt. Diese Entscheidung war Teil eines größeren Umbaus der militärischen Führung, zu dem auch die Ablösung von Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister gehörte. Mitte Juni hatte Fedorow mitgeteilt, dass nach einer Prüfung des Ministeriums 60 Milliarden Hrywnja freigesetzt wurden – ein wichtiger Schritt zur effizienteren Nutzung von Haushaltsmitteln. Nach Änderungen am Staatshaushalt 2026 erhielten die Streitkräfte zusätzlich 129,449 Milliarden Hrywnja, was die finanzielle Lage verbesserte.

Der Übergang zu einem neuen Zulagensystem und die personellen Veränderungen im Verteidigungsministerium zeigen die Bemühungen der ukrainischen Führung, die Situation der Soldaten zu verbessern. Die Reform, die deutliche Gehaltssteigerungen vorsieht, könnte mehr Vertragssoldaten anziehen und die Motivation der Truppe erhöhen. Allerdings bleibt die Sicherstellung einer stabilen Finanzierung eine große Herausforderung für den Staat.


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