Militarisierung des AKW Saporischschja: Russische Armee nutzt Reaktoranlage als Stützpunkt für Drohnen und Waffen.
Aktuelle Lage im Kernkraftwerk Saporischschja
Nach Angaben von UATV: Die russischen Streitkräfte treiben die militärische Nutzung des Kernkraftwerks Saporischschja weiter voran. Auf dem Gelände der Anlage wurden Einrichtungen zur Steuerung von Drohnen sowie militärisches Gerät stationiert. Experten sehen dadurch die nukleare Sicherheit massiv gefährdet, denn die Präsenz von Soldaten an einem derart sensiblen Objekt birgt ein ständiges Risiko.
Am 13. Juli wurde bekannt, dass die russische Armee im größten Atomkraftwerk Europas, dem AKW Saporischschja, Kommandoposten für Kamikaze-Drohnen der Typen 'Gerbera-syker' und 'Geran-syker' einrichtet. Die Militärtechnik ist in den Maschinenhallen der Reaktorblöcke 1, 2, 5 und 6 untergebracht. Zudem wurden Waffenlager in Kellerräumen und Lagerhallen angelegt. Auch die technischen Räume entlang der ehemaligen Uferlinie des Kachowka-Stausees sind vermint.
Vor der Besetzung waren am AKW Saporischschja zehn Stromleitungen angeschlossen – heute ist nur noch eine davon in Betrieb. Dies führt zu zusätzlichen Problemen, etwa bei der Wasserversorgung der Kühlsysteme. Hinzu kommt, dass das Kraftwerk derzeit unter einem Mangel an qualifiziertem Personal leidet.
Besorgnis unter Fachleuten
Die Anwesenheit russischer Soldaten auf dem Gelände eines Atomkraftwerks stellt eine permanente Gefahr für die nukleare Sicherheit dar.
Pawel Kowtonjuk, Experte für nukleare Sicherheit
Die Entwicklungen am AKW Saporischschja verdeutlichen die zunehmenden Risiken, die mit militärischen Aktivitäten an Kernkraftwerken verbunden sind. Ein möglicher Unfall hätte nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa schwerwiegende Folgen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage daher mit großer Aufmerksamkeit, denn die Sicherheit von Atomkraftwerken ist eine globale Angelegenheit.
Forderungen nach einer Entmilitarisierung und der Rückgabe der Kontrolle über das AKW Saporischschja an die Ukraine könnten zur Grundlage weiterer diplomatischer Initiativen und Verhandlungen werden – mit dem Ziel, die nukleare Sicherheit in der Region zu gewährleisten.
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