Russischer Angriff beschädigt Gedenkhalle des ukrainischen Weltkriegsmuseums.

Russischer Angriff beschädigt Gedenkhalle des ukrainischen Weltkriegsmuseums
Russischer Angriff beschädigt Gedenkhalle des ukrainischen Weltkriegsmuseums

Krieg gegen die Erinnerung: Angriff auf Kyjiwer Museum trifft nationales Gedächtnis

Nach Angaben von Novyny.live: Bei einem massiven russischen Raketenangriff auf Kyjiw am 3. Februar wurde die Ruhmeshalle des Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Die Direktorin Tetjana Bereschna bestätigte den Vorfall. Insgesamt sind durch diesen Angriff über 1680 Kulturerbestätten in Mitleidenschaft gezogen worden. Solche Attacken zielen nicht nur auf die Gegenwart, sondern auch auf die kollektive Erinnerung einer Nation.

Derzeit sind Fachleute, Techniker und Ermittler vor Ort, um das genaue Ausmaß der Schäden zu begutachten und erste Sicherungsmaßnahmen einzuleiten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff scharf und betonte die Notwendigkeit, das kulturelle Erbe des Landes zu schützen.

Tetjana Bereschna wies darauf hin, dass es sich bei dem Museum um ein Denkmal von lokaler wissenschaftlicher und technischer Bedeutung handelt. Sie bezeichnete den Angriff als zynisch und symbolisch: Der Aggressor von heute treffe bewusst einen Ort, der dem Kampf gegen den Aggressor des 20. Jahrhunderts gewidmet ist, und wiederhole so die Verbrechen im 21. Jahrhundert.

Der Vorfall reiht sich ein in die systematische russische Kriegsführung, die neben militärischen Zielen auch gezielt das kulturelle Gedächtnis der Ukraine auslöschen will. Die Zerstörung von Museen und Denkmälern ist ein Angriff auf die historische Identität des ukrainischen Volkes.

Bereschna forderte zudem eine entschlossene Antwort der internationalen Gemeinschaft auf diese vorsätzliche Zerstörung von Kultur und Erinnerung. Konkret müsse dies geschehen durch:

  • eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland;
  • die Bereitstellung zusätzlicher Luftabwehrsysteme für die Ukraine.

Wie die Welt auf solche Akte des kulturellen Vandalismus reagiert, wird ein Prüfstein für die weitere Unterstützung der Ukraine sein – sowohl im kulturellen als auch im sicherheitspolitischen Bereich.


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