Russland wird jahrelang für den Krieg bezahlen: Die Schulden des Kremls übersteigen die Ausgaben für Bildung und Gesundheit.
Nach Angaben von ТСН: Russland wird noch viele Jahre für seine Invasion in der Ukraine bezahlen, selbst wenn die Kämpfe heute enden würden. Der Kreml versucht, das wachsende Defizit des Militärbudgets durch immer teurere Kredite zu schließen.
Laut Bloomberg steigt das Defizit des Aggressorstaaten-Haushalts vor dem Hintergrund steigender Militärausgaben von 30 % auf 60 %, während die Einnahmen aus Rohstoffen, insbesondere aus Öl und Gas, sinken.
Finanzielle Situation in Russland
Nachdem die Reservefonds erschöpft sind, hat die Regierung der Russischen Föderation die Emission von Staatsanleihen drastisch erhöht. Im Jahr 2025 wurden sie im Wert von 7,9 Billionen Rubel platziert - mehr als während der Hochphase der COVID-19-Pandemie.
Die Mittel für den Haushalt bleiben teuer: Der Leitzins der Zentralbank der Russischen Föderation betrug vor einem Jahr 21 %, jetzt liegt er bei 16,5 %. Die Zinszahlungen sind bereits in die zukünftigen Haushalte eingeplant und können nicht schnell gesenkt werden.
Schuldenausgaben
Die Ausgaben für die Schuldentilgung machen derzeit einen doppelt so hohen Anteil an den Gesamtausgaben aus wie vor dem Krieg und übersteigen bereits die Haushaltszuweisungen für Gesundheits- und Bildungswesen. Im nächsten Jahr könnten sie die viertgrößte Haushaltsposition nach der nationalen Sicherheit einnehmen und zusammen die Ausgaben für Gesundheit und Bildung übersteigen.
Falls die Ausgaben für Schulden früher als geplant steigen, wird die Regierung gezwungen sein, die Finanzierung in anderen Bereichen zu kürzen, um eine Erhöhung des Defizits zu vermeiden.
Obwohl die Schuldenquote der Russischen Föderation im Vergleich zum BIP derzeit gering aussieht, zeigen staatliche Prognosen einen Anstieg auf über 20 % im Jahr 2027 und fast 70 % bis 2042.
Es ist zu beachten, dass der Kreml den kritischen Zustand der russischen Wirtschaft verheimlicht, die am Rande einer Rezession steht, die mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts einhergeht.
Somit zeigt die finanzielle Situation in Russland ernsthafte Herausforderungen, die zu weiteren sozial-ökonomischen Konsequenzen führen könnten. Bei fortdauernder Unterstützung der Militärausgaben riskiert das Land, mit noch tiefergehenden Problemen in anderen wichtigen Bereichen wie Bildung und Gesundheitswesen konfrontiert zu werden, was sich auf das Leben der gewöhnlichen Bürger auswirken wird.
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