Zwei-Monats-Ultimatum aus Moskau: Kiew soll Truppen aus Donezk abziehen.
Russlands Druck auf die Ukraine nimmt zu
Nach Angaben von TSN.ua: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 31. März 2026 Einzelheiten eines neuen russischen Ultimatums öffentlich gemacht. Demnach fordert Moskau, dass die ukrainischen Streitkräfte innerhalb von zwei Monaten – also bis Ende Mai 2026 – alle verbliebenen Stellungen in der Oblast Donezk räumen. Besonders brisant: Auch die stark befestigte ukrainische Verteidigungslinie, der sogenannte „Festungsgürtel“, soll aufgegeben werden. Selenskyj betonte, dass Russland keinerlei Signale für eine gegenseitige Einstellung der Angriffe auf die Energieinfrastruktur sende, was in Kiew große Besorgnis auslöst.
Bereits in den Jahren 2014 und 2022 hatte der Kreml versucht, diese strategisch wichtige Region einzunehmen – damals jedoch ohne Erfolg. Seit Anfang 2026 ist das Vorrücken der russischen Truppen merklich ins Stocken geraten. Die neue Forderung nach einem vollständigen Abzug wird daher als Versuch gewertet, die militärische Patrone zu brechen.
Fragwürdige Wahlpläne und Souveränitätsbedrohung
Parallel dazu sorgt eine Ankündigung der russischen Wahlleiterin Ella Pamfilowa für Unruhe. Sie erklärte, dass im Falle von Wahlen in der Ukraine auch den in Russland lebenden Ukrainern das Wahlrecht ermöglicht werden solle. Kritiker sehen darin den Versuch, Einfluss auf den Wahlprozess zu nehmen und die Souveränität der Ukraine weiter zu untergraben. Kremlsprecher Dmitri Peskow wiederholte unterdessen die Behauptung, dass die Ukraine jedes Waffenstillstandsabkommen dringend nötig habe, da die Lage an der Front für Kiew ungünstig sei und die russischen Truppen entlang der gesamten Frontlinie vorrücken würden.
Diese Entwicklungen verdeutlichen die wachsende Eskalation des Konflikts und den anhaltenden Druck Moskaus auf die Ukraine. Die Forderung nach einem Truppenabzug aus Donezk sowie die angekündigten Wahlmanöver in Russland könnten auf eine gezielte Destabilisierung der Ukraine hindeuten. Internationale Organisationen und die Verbündeten Kiews sind daher aufgefordert, die Lage genau zu beobachten und die ukrainische Souveränität weiterhin entschlossen zu unterstützen.
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