Trotz 30.000 monatlicher Verluste: Warum der Kreml seine Kriegsstrategie nicht ändert.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine
Nach Angaben von UATV: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine tobt unvermindert weiter, obwohl die Armee des Kremls enorme Verluste hinnehmen muss. Nach verschiedenen Schätzungen belaufen sich die russischen Gesamtverluste auf mindestens 250.000 Personen. Zum Vergleich: Während des zehnjährigen Afghanistan-Krieges verlor die UdSSR etwa 17.000 Menschen. Monatlich verliert die russische Armee rund 30.000 Soldaten, darunter sowohl Gefallene als auch Verwundete. Allein im Januar 2023 betrugen die Gesamtverluste der Invasionsarmee 31.700 Personen.
Mobilmachung und wirtschaftlicher Druck
Die bisher einzige umfassende Mobilmachung in Russland fand im Herbst 2022 statt. Der Experte Wolodymyr Fessenko weist darauf hin:
'Wenn Russland an der Front etwa das Eineinhalbfache verliert – also in der Größenordnung von 50.000 Menschen pro Monat –, dann entsteht ein ernsthaftes Problem bei der Auffüllung der personellen Ressourcen.'Er betont zudem:
'Damals löste die Mobilmachung eine Fülle interner Probleme aus; Menschen verließen das Land, es herrschte Panik.'
Fessenko vertritt außerdem die Ansicht, dass es 'notwendig sei, wirtschaftlich und mit Sanktionen Druck auf Russland auszuüben, insbesondere durch die Verringerung der Einnahmen aus dem Ölverkauf'. Seiner Einschätzung nach könnte sich erst dann, wenn offensichtlich wird, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen kann und die Ressourcen nicht ausreichen, 'möglicherweise ein Verständnis für die Notwendigkeit von Verhandlungen einstellen'. Die Strategie des Kremls bleibt somit trotz der immensen personellen Verluste an der Front unverändert.
Die Gesamtsituation im Krieg zwischen Russland und der Ukraine bleibt äußerst angespannt, mit ständigen Veränderungen an der Front und einer kritischen wirtschaftlichen Lage in Russland. Der Verlust einer so großen Zahl an Soldaten gefährdet die militärische Handlungsfähigkeit des Kremls, was zu neuen innenpolitischen Herausforderungen führen könnte. Der wirtschaftliche Druck der internationalen Gemeinschaft, insbesondere durch Sanktionen, könnte zu einem entscheidenden Faktor für den weiteren Konfliktverlauf und mögliche Friedensverhandlungen werden. Die anhaltend hohen Verlustzahlen verdeutlichen die Brutalität dieses Stellungskrieges.
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