Zelenskyj weist russische Vorwürfe zurück: Ukraine hat keine Atomwaffen.

Zelenskyj weist russische Vorwürfe zurück: Ukraine hat keine Atomwaffen
Zelenskyj weist russische Vorwürfe zurück: Ukraine hat keine Atomwaffen

Die Ukraine und ihr atomarer Status

Nach Angaben von UATV: Russlands Auslandsgeheimdienst hat die Behauptung aufgestellt, Großbritannien und Frankreich könnten der Ukraine Atomwaffen übergeben. Präsident Wolodymyr Selenskyj wies dies als politischen Druck zurück und betonte, dass die Ukraine keine Kernwaffen besitze. Diese Anschuldigungen sind Teil einer anhaltenden Informationskampagne.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion verfügte die Ukraine tatsächlich über das drittgrößte Atomwaffenarsenal der Welt. Es umfasste:

  • 176 Interkontinentalraketen;
  • strategische Bomber vom Typ Tu-95MS und Tu-160;
  • sowie strategische und taktische Atomsprengköpfe.

Doch die Ukraine bekannte sich bereits früh zur Nuklearabrüstung. Den Grundsatz eines atomwaffenfreien Status verkündete das Land am 16. Juli 1990 mit der Annahme der Souveränitätserklärung. Im Oktober 1991 wurde der Verzicht auf Atomwaffen förmlich bekräftigt. Im Dezember 1994 trat die Ukraine schließlich dem Atomwaffensperrvertrag bei. Der letzte Sprengkopf wurde im August 1996 nach Russland abtransportiert.

Präsident Selenskyj stellte klar: 'Die Ukraine hat leider keine Atomwaffen.'

Diese Aussage unterstreicht die konsequente Haltung des Landes, die seit den frühen 1990er Jahren gilt. Zwar betreibt die Ukraine zwei Betriebe zur Uranförderung und -aufbereitung, die für die Energieversorgung wichtig sind, doch diese dienen zivilen Zwecken. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die angeblichen Pläne als 'eklatante Verletzung aller Normen und Prinzipien des Völkerrechts'. Seine Reaktion zeigt, wie sehr Moskau versucht, das Narrativ zu kontrollieren und die Spannungen mit dem Westen weiter anzuheizen.

Die Diskussion um den atomaren Status der Ukraine bleibt somit hochaktuell. Unbestätigte russische Vorwürfe über angebliche Waffenlieferungen verdeutlichen, wie wichtig internationale Unterstützung für die Sicherheit der Ukraine in dieser komplexen geopolitischen Lage ist. Die scharfe Reaktion aus Moskau birgt zudem die Gefahr einer weiteren gefährlichen Eskalation, die die Stabilität der gesamten Region bedrohen könnte.


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