ISW-Bericht: Russlands massive Angriffswellen vor und nach Friedensgesprächen.

ISW-Bericht: Russlands massive Angriffswellen vor und nach Friedensgesprächen
ISW-Bericht: Russlands massive Angriffswellen vor und nach Friedensgesprächen

Konflikt in der Ukraine spitzt sich zu

Nach Angaben von TSN.ua: Russland setzt seine Angriffe auf die Ukraine unvermindert fort – und das gezielt in den Phasen vor und nach internationalen Friedensverhandlungen. Ein Bericht des Institute for the Study of War (ISW) dokumentiert massive Attacken mit Drohnen und Raketen, die eine deutliche Eskalation des Krieges belegen. Diese militärischen Schläge stehen in einem auffälligen zeitlichen Zusammenhang mit diplomatischen Treffen.

Die Analyse zeigt ein Muster: Russische Streitkräfte griffen sowohl vor als auch nach bilateralen und trilateralen Gesprächen auf internationaler Ebene an. So fanden etwa der USA-Russland-Gipfel im August 2025 in Alaska und die USA-Ukraine-Verhandlungen im November 2025 in Genf statt. Im selben Monat trafen sich Vertreter der USA und Russlands auch in Moskau. Im Dezember 2025 folgten Gespräche mit Beteiligung der USA, der Ukraine und Europas sowie erneut zwischen den USA und Russland. Zwei Runden der USA-Ukraine-Russland-Verhandlungen wurden schließlich im Januar und Februar 2026 in Abu Dhabi abgehalten. Diese diplomatischen Bemühungen wurden stets von militärischen Aktionen begleitet.

Angriffsvolumen und zeitweilige Waffenruhen

Bereits im Sommer 2025 warnten ukrainische Beamte vor einer möglichen Steigerung der russischen Drohnenangriffe auf bis zu tausend pro Tag. Den bisher größten dokumentierten Schlag führte Russland laut ISW Anfang September desselben Jahres mit einem Paket aus 823 Drohnen und Raketen. Ein weiterer massiver Angriff mit 425 Luftangriffsmitteln folgte am 17. Februar 2026. Solche Zahlen verdeutlichen die immense Intensität der Kriegsführung.

Auffällig sind jedoch auch zeitlich begrenzte Pausen: Russland verhängte Moratorien für Energieinfrastruktur-Angriffe im März und April 2025 sowie im Januar und Februar 2026. Dies lässt auf ein taktisches Abwägen zwischen militärischem Druck und Verhandlungsoffenheit schließen. Letztlich wurden die Kampfhandlungen aber stets wieder aufgenommen, was die anhaltende Instabilität und die Grenzen der Diplomatie unterstreicht. Die Situation bleibt extrem angespannt, da die militärische Eskalation jede Friedensperspektive unmittelbar gefährdet.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge. Die fortgesetzten Angriffe, selbst in Phasen diplomatischer Aktivität, zeigen, wie schwierig eine Deeskalation ist. Das Handeln beider Konfliktparteien wird die Stabilität in der gesamten Region noch lange beeinflussen.


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