Russland passt Drohnenstrategie an: Angriffe auf Mykolajiw nun auch tagsüber.

Russland passt Drohnenstrategie an: Angriffe auf Mykolajiw nun auch tagsüber
Russland passt Drohnenstrategie an: Angriffe auf Mykolajiw nun auch tagsüber

Neue Vorgehensweise der russischen Streitkräfte

Nach Angaben von TSN.ua: Die russischen Truppen setzen im Gebiet Mykolajiw jetzt vermehrt auch am Tag Kampfdrohnen ein. Diese taktische Veränderung erhöht die Gefahr für die Zivilbevölkerung erheblich. Vitalij Kim, der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Mykolajiw, warnte vor den neuen Risiken durch diese Anpassung der feindlichen Vorgehensweise. Die Angriffe auf die Region werden insbesondere mit Kampfdrohnen vom Typ 'Schahid' durchgeführt.

Im Visier der unbemannten Flugobjekte stehen kritische Infrastruktureinrichtungen und Verkehrsknotenpunkte in der Stadt Mykolajiw sowie im Bezirk Wosnessensk. Bislang sind trotz der akuten Bedrohung keine Opfer zu beklagen. Vitalij Kim wies jedoch darauf hin, dass die neue Taktik die Gefahr erhöht, dass Trümmerteile abgeschossener Drohnen über bewohntem Gebiet niedergehen könnten.

'Sie haben sicher bemerkt, dass sie jetzt tagsüber fliegen – der Gegner ändert seine Taktik. Das erhöht die Risiken.' Vitalij Kim

Appelle an die Bevölkerung

Jurij Ihnat, der Sprecher der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte, betonte, dass russische Kampf- und Aufklärungsdrohnen nach wie vor eine der größten Herausforderungen für die ukrainische Luftabwehr darstellen. Vitalij Kim rief die Bevölkerung eindringlich dazu auf, keine Videos von der Arbeit der Luftabwehrsysteme oder von Überflügen und Abschüssen zu machen und zu verbreiten. Solche Aufnahmen könnten dem Gegner wertvolle Informationen für die Planung weiterer Angriffe liefern. In einem hybriden Krieg ist die Informationssicherheit ein entscheidender Faktor.

'Wir brauchen diese Aufnahmen nicht – das ist überflüssige Unterrichtung des Feindes.' Vitalij Kim

Die Verlagerung von Drohnenangriffen in die Tagesstunden zeigt, wie sich die russischen Streitkräfte an die Bedingungen des Krieges anpassen. Dies könnte auf eine geplante Intensivierung der Angriffe auf lebenswichtige Infrastruktur hindeuten. Die Entwicklung unterstreicht die dringende Notwendigkeit, den Luftschutz weiter zu verstärken, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Die anhaltend hohe Bedrohungslage macht die Wachsamkeit und Disziplin aller Bürger zu einem wesentlichen Bestandteil der Verteidigung.


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