Südkoreas Erfahrungen als Vorbild: Kim fordert 20-Jahres-Plan für die Ukraine.

Südkoreas Erfahrungen als Vorbild: Kim fordert 20-Jahres-Plan für die Ukraine
Südkoreas Erfahrungen als Vorbild: Kim fordert 20-Jahres-Plan für die Ukraine

Was der Besuch von Vitali Kim in Südkorea für die Ukraine bedeutet

Nach Angaben von Novyny.live: Der Gouverneur der Oblast Mykolajiw, Vitali Kim, hat die Ergebnisse seiner Reise nach Südkorea zusammengefasst. Dabei betonte er, dass die Ukraine dringend eine langfristige Wirtschaftsstrategie brauche – ausgelegt auf einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren. Besonders die Energieversorgung sei entscheidend für Stabilität und Wirtschaftswachstum, so Kim.

Südkorea habe nach dem Koreakrieg zu den Ländern mit dem weltweit niedrigsten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt gehört. Dennoch sei die Wirtschaft dort über mehrere Jahrzehnte hinweg durchschnittlich um fast 8 Prozent pro Jahr gewachsen – ein klares Zeichen für den Erfolg der damals gewählten Entwicklungsstrategie. Diese Erfahrungen habe man vor Ort studieren können.

Warum eine langfristige Strategie nötig ist

Kim zufolge reicht ein reines Wiederaufbauprogramm nach dem Krieg nicht aus. Die Ukraine brauche eine verbindliche, langfristige staatliche Strategie – unabhängig von Wahlzyklen oder wechselnden politischen Lagern.

„Wir brauchen nicht nur ein Programm für den Wiederaufbau nach dem Krieg. Wir brauchen eine langfristige staatliche Wirtschaftsstrategie für die nächsten 15 bis 20 Jahre“, erklärte Vitali Kim.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Investition in eine moderne Wirtschaft und in die Menschen selbst. „Ohne Menschen gibt es weder eine Wirtschaft noch eine echte Erholung. Die Ukraine muss gleichzeitig in eine neue Wirtschaft und in ihre Bevölkerung investieren“, führte Kim aus.

Er warnte davor, eine starke Wirtschaft nach dem Krieg allein auf dauerhafte Auslandshilfe zu stützen. „Eine starke Wirtschaft nach dem Krieg wird nicht auf ständiger externer Hilfe aufbauen – das wäre ein Irrweg. Sie wird auf Produktion, Investitionen, Technologien, neuen Arbeitsplätzen und der Fähigkeit des Staates beruhen, sich in globale Wirtschaftsprozesse zu integrieren“, so Kim.

Die Reise nach Südkorea habe somit die Bedeutung strategischer Planung für die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine im Kontext des Wiederaufbaus unterstrichen.

Die Notwendigkeit einer langfristigen Wirtschaftsplanung ist für die Ukraine besonders relevant, da sie vor den Herausforderungen des Wiederaufbaus nach dem Krieg steht. Südkoreas Beispiel zeigt, dass strategische Investitionen in Infrastruktur, Technologie und Humankapital selbst unter schwierigen Bedingungen zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum führen können. Solche Ansätze könnten der Ukraine helfen, nicht nur die Wirtschaft wiederzubeleben, sondern sich auch in globale Märkte zu integrieren, neue Entwicklungschancen zu schaffen und langfristige Stabilität zu sichern.


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