19 Bewohner aus Sopitsch verschleppt: Kontakt zu Entführten abgebrochen.
Ukrainische Zivilisten in der Region Sumy entführt
Nach Angaben von Novyny.live: Russische Militärs haben 19 Einwohner des Dorfes Sopitsch in der Region Sumy gewaltsam auf russisches Territorium verschleppt. Seit ihrer Verbringung ist der Kontakt zu den Menschen abgerissen, was unter den Angehörigen und der lokalen Bevölkerung große Besorgnis auslöst. Die Betroffenen hatten zuvor eine Evakuierung abgelehnt und entsprechende Erklärungen unterschrieben.
Die entführten Bewohner des etwa 300 Einwohner zählenden Dorfes tauchten in einem Beitrag des russischen Propagandakanals 'Westi' auf. Dies stößt auf Empörung, da sie offenbar für eine gezielte Informationsmanipulation instrumentalisiert wurden. Solche Auftritte sind ein bekanntes Muster, um Zwangsverschleppungen zu verschleiern.
Systematische Menschenrechtsverletzungen
Wie viele andere Orte in der Region hat auch Sopitsch durch die Kriegshandlungen einen erheblichen Bevölkerungsrückgang erlitten. Bereits im Dezember 2025 waren aus dem Nachbardorf Grabowske 50 Einwohner von russischen Kräften verschleppt worden, was auf ein systematisches Vorgehen hindeutet.
Zudem beschoss die russische Armee am 5. März Gebiete in der Region Sumy, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Angesichts der jüngsten Vorfälle hat der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez die russische Seite aufgefordert, einen dringenden Zugang zu den entführten Bürgern zu ermöglichen.
'Ich habe mich unverzüglich an die Menschenrechtsbeauftragte der Russischen Föderation gewandt mit der Forderung, einen sofortigen Zugang zu den ukrainischen Bürgern zu organisieren, mich nach einem Besuch über ihren Gesundheitszustand und die Haftbedingungen zu informieren und vor allem ihre rasche Rückkehr nach Hause zu gewährleisten.' Dmytro Lubinez, Ukrainischer Menschenrechtsbeauftragter
Die Situation um die Entführungen in Sopitsch und anderen Orten der Region Sumy ist äußerst besorgniserregend und unterstreicht die Dringlichkeit einer internationalen Reaktion. Sie belegt systematische Menschenrechtsverletzungen durch russische Militärs, die die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft erfordern. Die Lösung dieser Fragen wäre ein wichtiger Schritt zum Schutz der Rechte und der Sicherheit ukrainischer Bürger in den vom Konflikt betroffenen Gebieten.
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