Kein rascher Kollaps: Warum die russische Wirtschaft nicht sofort zusammenbricht.

Kein rascher Kollaps: Warum die russische Wirtschaft nicht sofort zusammenbricht
Kein rascher Kollaps: Warum die russische Wirtschaft nicht sofort zusammenbricht

Die Lage der russischen Wirtschaft

Nach Angaben von Novyny.live: Der Finanzexperte Oleksij Kuschtsch sieht keine Anzeichen für einen unmittelbaren Zusammenbruch der russischen Wirtschaft – trotz Sanktionen und Treibstoffkrise. Er zieht einen historischen Vergleich mit Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg, als dort Benzin und Lebensmittel nur noch auf Bezugsschein erhältlich waren. Kuschtsch widerspricht damit Behauptungen, wonach die Wirtschaft des Aggressors bereits „auf dem Zahnfleisch gehe“ und innerhalb von zwei bis drei Monaten kollabieren könnte. Solche Prognosen seien schlichtweg falsch.

„Ich halte das für völlig übertriebene Erwartungen. Sie sind emotional, irrational – nicht analytisch fundiert.“ – Oleksij Kuschtsch

Der Analyst betont, dass die aktuellen Vorhersagen eines schnellen Wirtschaftsverfalls in Russland nicht auf belastbaren Daten beruhen.

Historischer Hintergrund und Lage in der Ukraine

Zur Einordnung: Großbritannien führte die Rationierung von Treibstoff bereits 1940 ein, die Einschränkungen blieben bis 1950 in Kraft. Lebensmittelmarken wurden sogar erst 1954 abgeschafft. Kuschtsch zufolge lässt sich diese Erfahrung mit der heutigen Situation in Russland vergleichen: Wirtschaftliche Schwierigkeiten führen dort nicht automatisch zu einem raschen Niedergang.

Parallel dazu hat die Ukraine eine neue Möglichkeit geschaffen, den Verlust des Arbeitsplatzes infolge des Krieges zu dokumentieren – über die Kategorie in der App „Diia“. Die Beta-Phase dieses Dienstes, der den Einkommensverlust ab dem 24. Februar 2022 erfasst, läuft derzeit. Zudem erweitert die Ukraine die Optionen zur Erfassung von Schäden über das internationale Schadensregister in derselben Applikation.

Diese Schritte zeigen den Willen, sich an die neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen und die Bürger in schwierigen Zeiten zu unterstützen.

Fazit: Trotz zahlreicher Herausforderungen bleibt die wirtschaftliche Lage sowohl in der Ukraine als auch in Russland komplex, jedoch nicht hoffnungslos. Kuschtschs Einschätzung zur russischen Wirtschaft deutet darauf hin, dass die Probleme langfristiger Natur sind, aber keinen sofortigen Kollaps verursachen. Gleichzeitig belegen die ukrainischen Initiativen zur Unterstützung der Bevölkerung und zur Erfassung wirtschaftlicher Verluste das aktive Engagement des Staates im Krieg und das Bestreben, soziale Stabilität zu gewährleisten. Diese Faktoren könnten die weitere wirtschaftliche Entwicklung in beiden Ländern maßgeblich beeinflussen.


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