Ermittlungen zur Einheit 'Skelya': Mehr als 20 Todesfälle unter Mobilisierten und Mängel bei der medizinischen Versorgung.

Ermittlungen zur Einheit 'Skelya': Mehr als 20 Todesfälle unter Mobilisierten und Mängel bei der medizinischen Versorgung
Ermittlungen zur Einheit 'Skelya': Mehr als 20 Todesfälle unter Mobilisierten und Mängel bei der medizinischen Versorgung

Ermittlungen zum 425. separaten Sturmregiment 'Skelya'

Nach Angaben von Espreso.tv: Das Online-Medium 'Babel' hat eine Untersuchung zum 425. separaten Sturmregiment 'Skelya' durchgeführt. Dabei standen die Ausbildungsbedingungen für Mobilisierte, die medizinische Betreuung sowie mögliche Verstöße gegen die Rechte von Soldaten im Fokus. Die Recherche, die auf Aussagen von über dreißig Personen basiert, deckt gravierende Probleme bei der Gesundheitsversorgung und den sozialen Umständen der Militärangehörigen auf.

Kampfeinsätze und gesundheitliche Herausforderungen

Das 425. separate Sturmregiment 'Skelya' zählt zu den bekanntesten Angriffseinheiten der ukrainischen Streitkräfte. Es war an den Kämpfen um Isjum, Soledar, Bachmut, Awdijiwka und in der Region Pokrowsk beteiligt. Berichten zufolge befanden sich in einer als 'Hühnerstall' bezeichneten Unterkunft zeitweise über tausend Personen. Unter den Mobilisierten befanden sich Menschen mit Suchterkrankungen oder schweren gesundheitlichen Problemen. In den letzten Monaten wurden mehr als zwanzig Todesfälle unter den Eingezogenen registriert. Die offiziellen Todesursachen umfassen:

  • Lungenentzündung
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Kardiomyopathie
  • Lungen-Herz-Insuffizienz
  • Infektiöse Komplikationen

Am 17. Mai 2023 veröffentlichte 'Suspilne' einen Bericht über fünf Soldaten aus der Region Iwano-Frankiwsk, die im 425. Sturmregiment 'Skelya' starben. Einen Tag später, am 18. Mai 2023, kündigte Dmytro Lubinez eine separate Überprüfung der Einheit an. Am 19. Mai 2023 äußerte sich das Regiment 'Skelya' zu den fünf Todesfällen und verwies auf 'versteckte Pathologien' sowie die Möglichkeit eines Sturzes von einem Baum.

Zu den zentralen Problemen, die in der Untersuchung identifiziert wurden, gehören:

  • die Qualität der Arbeit von Militärärztlichen Kommissionen
  • die Einberufung von Menschen mit schweren Erkrankungen
  • der Zugang zu medizinischer Versorgung in Ausbildungseinrichtungen
  • die Kontrolle über die Einhaltung der Rechte von Soldaten
  • Mechanismen zur Bearbeitung von Beschwerden Mobilisierter

Diese Missstände werfen ernste Fragen zu den Dienstbedingungen und der Sicherheit der Mobilisierten im Regiment 'Skelya' auf.

Die journalistische Recherche zeigt systemische Schwächen in der Ausbildung und Betreuung der Soldaten auf, die schwerwiegende Folgen für die Moral der Truppe und ihre Effektivität im Einsatz haben könnten. Angesichts der aktiven Kampfhandlungen ist es entscheidend, eine angemessene medizinische Versorgung und den Schutz der Rechte der Militärangehörigen zu gewährleisten, um weitere Verluste zu vermeiden und die Stabilität in den Einheiten zu sichern. Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit von Reformen in den genannten Bereichen.


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