Wyschetarasiwka unter den täglichen Angriffen von Drohnen: Wie das Dorf lebt, das 10 km von Enerhodar entfernt liegt.

Wyschetarasiwka unter den täglichen Angriffen von Drohnen: Wie das Dorf lebt, das 10 km von Enerhodar entfernt liegt
Wyschetarasiwka unter den täglichen Angriffen von Drohnen: Wie das Dorf lebt, das 10 km von Enerhodar entfernt liegt

Nach Angaben von ТСН: Das Dorf Wyschetarasiwka, gelegen am Ufer des ehemaligen Kachowskij Stausees in Dnipropetrowsk, erlebt seit fast vier Jahren tägliche Angriffe. Die Menschen leben hier ohne Wasser und Kommunikation, aber trotz dessen weigern sie sich, ihre Häuser zu verlassen.

Leben unter den Schlägen von FPV

Wyschetarasiwka sieht heute verwüstet aus: die Straßen sind leer und am Himmel sind ständig Motorengeräusche zu hören. Die Einheimischen haben gelernt, die Kaliber der Waffen an ihrem Klang besser zu unterscheiden als professionelle Militärs. Der größte Schrecken bereitet nicht nur die „Grads“, sondern auch die Drohnen, die versuchen, alles Lebende zu vernichten.

„Angriffe, Drohnen jeden Tag. Hier steht geschrieben: drei Drohnen fliegen wieder. Eine hat gerade das Haus hier zertrümmert. So leben wir. Wir zittern, verstecken uns im Keller. Heute Nacht haben die „Grads“ geschossen, wir sind auch geflüchtet“, —

erzählte die Einheimische Olena.

Jagd auf Menschen: Drohnen mit Antipanzerminen

Ein Brot zu holen, ist jedes Mal ein großes Risiko. Frau Natalja und Liudmila versuchen ihre Angelegenheiten in ein paar Stunden zu klären, solange es am Himmel „still“ ist. Die Frauen warnen: Drohnen reagieren auf jede Bewegung.

„Und auch auf diese Roller, sie jagen hinter ihnen und hinter Autos her. Da stehen Sie so, so mutig… Stellen Sie das Auto unter einen Baum, denn jetzt sind drei Sekunden — und sie fliegen sehr schnell. Jetzt wird es abgedeckt, und Sie werden nicht rechtzeitig laufen können“, —

sagen die Frauen den Journalisten.

Die Besatzer haben ein neues grausames „Spiel“ erfunden: sie befestigen Antipanzerminen an kleinen Drohnen. „Das ist ‘Shakhed’, der ist uns nicht beängstigend. Uns macht nur die Drohne Angst. Sie lassen jetzt kleine ‘Flugzeuge’ los, verbinden eine Antipanzermine daran — das sind 9 Kilogramm Sprengstoff“, —

erklärt der Anwohner Oleksandr.

Post als letzter Kontakt zur Welt

Trotz der Tatsache, dass jedes zweite Haus im Dorf beschädigt ist und die Bevölkerung sich halbiert hat, leben hier immer noch etwa eintausend Menschen, darunter auch Kinder. Das Dorf hält sich dank der Bemühungen von Waghalsigen.

Natalja Rjadinska leitet die örtliche Post. Kürzlich wurde ihr Haus zerstört: An einem Tag sind fünf Drohnen angekommen. Von dem Haus sind nur noch die Wände übrig, vom Auto — „Löcher“. Aber die Frau erfüllt weiterhin ihre Pflichten.

„Bei uns gibt es sehr viele Rentner. Wenn wir sie nicht bedienen, werden sie ganz ohne nichts dastehen. Pakete — das ist unser Kontakt zur Welt. Die Mädchen wie: in irgendeiner Schutzweste — und gehen zum Postamt“, —

erzählte Frau Natalja.

Die Post ist für Wyschetarasiwka der einzige Ort, wo man Bargeld abheben, Lebensmittel kaufen oder einen Brief an die Verwandten senden kann.

Leben ohne Wasser und Apotheken

Die Situation im Dorf ist kritisch: seit einem halben Jahr gibt es kein Wasser aufgrund zerstörter Netze, die unter Beschuss nicht wiederhergestellt werden können. In diesem Jahr hat die letzte Apotheke geschlossen. Der soziale Minibus hat seine Strecke eingestellt, da die Straße am Ausgang ständig von den feindlichen „Vögeln“ angegriffen wird.

„Vor allem die Stromversorgung leidet, dann fehlt die Kommunikation. Die Schule arbeitet im Distanzunterricht — das ist ein riesiges Problem für die Kinder und Eltern“, —

bemerkte die kommissarische Bürgermeisterin Marina Petrowska.

Trotz des ständigen Terrors halten sich eintausend Einwohner von Wyschetarasiwka an ihrem Land fest. Sie leben in beschädigten Häusern, verstecken sich in Kellern, aber erklären: „Wir werden bis zum letzten kämpfen“.

▶ Auf dem YouTube-Kanal von TSN kann man unter diesem Link das Video ansehen: OHNE WASSER, Kommunikation und Apotheke! Die Russen WISCHEN DAS DORF in Staub 10 km von ENERHODAR

Die Probleme, mit denen die Einwohner von Wyschetarasiwka konfrontiert sind, sind das Ergebnis des ständigen militärischen Konflikts, der in der Region besteht. Unter Bedingungen ständiger Angriffe und des Mangels an grundlegenden Ressourcen sind ihre Standhaftigkeit und Entschlossenheit beeindruckend. Dies zeigt, wie wichtig es ist, den Kontakt zur Welt selbst unter den schwierigsten Bedingungen aufrechtzuerhalten. Das Verständnis dieser Schwierigkeiten könnte die Gesellschaft dazu anregen, die notwendige Hilfe bereitzustellen, um die Menschen in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.


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